Markt&Technik Sonderheft Stromversorgung & Powermanagement

Wer die aktuellen Probleme der Lieferkette nur auf die Auswirkungen der Dreifachkatastrophe in Japan zurückführt, der macht es sich zu einfach. Natürlich hat es massive Auswirkungen, wenn der größte Hersteller

von Alu-Elkos durch die Ereignisse in Japan stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Doch man sollte eines dabei nicht außer Acht lassen: Angespannt war die Lieferkette schon vor Erdbeben, Tsunami und Gau in Fukushima.

Natürlich kommt der Großteil der für Stromversorgungs- und Powermanagement-Lösungen notwendigen Bauteile und Subsysteme nicht aus Japan, doch hat unsere globalisierte Weltwirtschaft inzwischen einen Vernetzungsgrad erreicht, der es mehr als schwierig macht, als Käufer und Anwender nicht von den Auswirkungen der Ereignisse in Japan betroffen zu sein.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Hersteller den Schwung des Jahres 2010 mit ins neue Jahr genommen haben. Sie erfreuen sich nach wie vor zweistelliger Zuwachsraten. War die Lieferkette trotz vielseitiger Bemühungen schon vor den Ereignissen in Japan aufs Äußerste angespannt, droht sie nun in dem einen oder anderen Fall in den nächsten Wochen und Monaten ganz auszutrocknen.

Ob es genügt, sich mit Sonderfreigaben über die Runden zu retten, bleibt abzuwarten. Auch wenn die »Ersatzbauteile« laut Datenblatt den technischen Anforderungen entsprechen, ist ja erfahrungsgemäß nicht gesagt, dass sie im Zusammenspiel des Schaltungsdesigns auch wirklich so funktionieren, wie das bei den ursprünglich vorgesehenen Bauteilen der Fall gewesen wäre.

Wirtschaftlich sieht die Stromversorgungs- und Powermanagement-Branche wohl mittelfristig guten Geschäftsaussichten entgegen, bleibt nur die bange Frage zu beantworten, ob die Hersteller auch wirklich die Aufträge im vorgesehenen Zeitrahmen erfüllen können, die sich inzwischen in ihren Auftragsbüchern angesammelt haben.

Der technische Fortschritt nimmt derweil auf die Kapriolen der Weltwirtschaftsentwicklung keine Rücksicht. In der Leistungshalbleiterei drängen Halbleiter mit großer Bandlücke von der Nische in den Mainstream. Stromversorgungshersteller puschen nicht nur die Power-Performance ihrer Geräte, sie steigern auch ihre Interaktionsmöglichkeiten massiv. Mit neuen Kathoden- und Anodenmaterialien treiben derweil die Batterie und Akku-Hersteller die Leistungsdaten ihrer Produkte nach oben. Und bei den USV-Geräten führt der Forderungsmix nach hohem Wirkungsgrad, Ausfallsicherheit und kompakten Abmessungen zum raschen Aufstieg der transformatorlosen IGBT-Gleichrichter-Technologie.

Durch die sich daraus ergebenden dynamischen Entwicklungen und Veränderungen des Stromversorgungsmarktes werden eine Reihe von Fragen aufgeworfen, die wir im Rahmen des Sonderheftes »Stromversorgung & Powermanagement« der Markt&Technik beleuchten und analysieren wollen. Ergänzt wird diese Berichterstattung durch über 100 aktuelle, klar rubrizierte Produkt- und Dienstleistungsvorstellungen. Sechs Marktübersichten mit über 500 Einträgen erleichtern Ihnen das Sourcing. Komplettiert wird das Sonderheft durch einen Branchenspiegel mit zahlreichen Business-Portraits.

Mit dem Sonderheft »Stromversorgung&Powermanagement« legen wir dem Leser ein bewährtes Medium vor, das Entscheider aus der Elektronik- und Informationstechnik-Branche mit aktuellen Orientierungs- und Planungshilfen aus dem Power-Bereich versorgt.

Erscheinungstermin: 15. Juli 2011
Anzeigenschluss: 20. Juni 2011

Kontakt:
Christian Stadler
Telefon: 08121/95-1375

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