Solarindustrie treibt Siliziumnachfrage an

Wacker Chemie verdreifacht seine Silizium-Produktion bis 2010 und investiert dafür 400 Mio. Euro. Hintergrund ist der steigende Bedarf der Solarindustrie.

Bis 2010 sollen am Wacker-Chemie Standort Burghausen 21 500 Tonnen Polysilizium im Jahr hergestellt werden. Derzeit sind es gerade einmal 6500 Tonnen pro Jahr. Durch den Ausbau der Produktion sollen 200 neue Arbeitsplätze entstehen.

Ausgelöst wird der Nachfrageschub vor allem von der Solarindustrie, die das Silizium für die Herstellung von Solarzellen benötigt. Wacker sieht für die nächsten Jahre ein weiteres Wachstum des Solarmarktes voraus. Für den Polysiliziumbedarf der Solarindustrie lässt dies zweistellige jährliche Steigerungsraten erwarten. Auch für die Elektronikindustrie rechnet das Unternehmen mit einem knapp zehnprozentig steigenden Polysiliziumbedarf.

Die jetzt beschlossene Erweiterung trägt der starken Nachfrage unserer Kunden Rechnung“, sagte Dr. Peter-Alexander Wacker, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG. „Wir sind derzeit der weltweit zweitgrößte Hersteller von Polysilizium und wollen durch den verstärkten Ausbau unserer Kapazitäten weiter zum Marktführer aufschließen. Wir sehen dies gleichzeitig als einen maßgeblichen Beitrag zum beschleunigten Wachstum der Solarindustrie“, so der Konzernchef.

Seit mehr als 50 Jahren produziert Wacker im oberbayerischen Burghausen hochreines polykristallines Silizium für die Halbleiterindustrie.