Software für die Multicore-Welt

Von National Instruments ist die neue Version 8.5 der universellen Entwicklungsumgebung LabVIEW vorgestellt worden.

Sie kommt aufgrund ihres Datenflussprinzips auch mit modernen Multicore-Prozessoren und FPGAs zurecht. Die Datenflussstruktur dieser Programmiersprache ist der Grund dafür, dass bei jeder Verdrahtung mit einer Abzweigung oder bei einer parallelen Sequenz auf dem Blockdiagramm die dahinter liegende ausführbare Datei in LabVIEW eine parallele Ausführung versucht: Die Sprache kümmert sich selbst um einen gewissen Grad an Parallelität.

Damit deterministische und zuverlässige Industriemaschinen prototypisiert und realisiert werden können, erweitert LabVIEW 8.5 die Leistung von Multicore-Anwendungen auf echtzeitfähige Embedded-Systeme und stellt dazu auch symmetrisches Multiprocessing bereit. Anwender können aber auch bestimmte Programmcode-Abschnitte manuell spezifischen Prozessorkernen zuweisen, um Echtzeitsysteme genau abzustimmen oder zeitkritische Codeabschnitte auf einem dedizierten Core auszuführen.

Der parallele Ansatz lässt sich auch auf FPGA-basierte Systeme anwenden. Weitere Zusatzeigenschaften ermöglichen es, bestehende Systeme auf Basis von speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) mit den PAC-Systemen des gleichen Herstellers (Programmable Automation Controllers) zu ergänzen und ihre industriellen Systeme damit um Hochgeschwindigkeitsmessungen und anspruchsvolle Regelungsalgorithmen zu erweitern.