Siemens baut 16.750 Stellen ab

Im Rahmen der Neu-Ausrichtung des Konzerns will Siemens weltweit 16.750 Stellen streichen. In Deutschland fallen über 5000 Stellen weg.

Wie 2007 bereits angekündigt, sollen die meisten Stellen im Vertrieb und in der Verwaltung wegfallen. Nach Angaben von Siemens sind das 12.600 Stellen weltweit, in Deutschland sind es 3500.

Im Zuge der Restrukturierung des Konzerns werden weitere 4150 Arbeitsplätze gestrichen, davon 1750 in Deutschland. Insgesamt baut Siemens damit 5250 Stellen in Deutschland ab. Die nach Mitarbeitern größten Standorte Berlin, Nürnberg, Erlangen und München sollen dementsprechend dazu beitragen.

»Die Geschwindigkeit, mit der sich das Geschäft weltweit verändert, hat erheblich zugenommen. Wir stellen Siemens darauf ein. Auch vor dem Hintergrund einer sich eintrübenden Konjunktur müssen wir effizienter werden«, sagte der Vorstandsvorsitzende von Siemens, Peter Löscher.

Perosnal-Chef Siegfried Russwurm will die Stellen so sozialveträglich wie möglich abbauen, etwa mit Transfergesellschaften oder Altersteilzeitregelungen. »Betriebsbedingte Kündigungen können nur das allerletzte Mittel sein«, so Russwurm.

Mit dem Stellenabbau sollen bis zum Jahr 2010 Kosten in Höhe von 1,2 Milliarden eingespart werden.

Am härtesten trifft es den Sektor »Industry«, zu dem auch das Geschäft mit Bestückungsautomaten »Electronics Assembly Systems« (EA) gehört. So sollen in der Verwaltung 3950 Stellen (1350 in Deutschland) sowie 2400 Stellen zusätzlich (1150 in Deutschland) gestrichen werden. Allein bei EA in Deutschland fallen 250 Jobs weg.

Weltweit beschäftigt Siemens rund 400.000 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 72,4 Mrd. Euro.