Sicher abschalten über AS-Interface #####

Die Bürener Maschinenfabrik, Hersteller von Komponenten und Systemen der Förder- und Filtertechnik, hat im Zusammenhang mit der Vernetzung von Kühlmittelanlagen von Profibus DP auf AS-Interface umgestellt. Die Beweggründe:Weniger Installationsaufwand, geringere Kosten und eine effiziente Safety-Umsetzung.

Die Bürener Maschinenfabrik, Hersteller von Komponenten und Systemen der Förder- und Filtertechnik, hat im Zusammenhang mit der Vernetzung von Kühlmittelanlagen von Profibus DP auf AS-Interface umgestellt. Die Beweggründe:Weniger Installationsaufwand, geringere Kosten und eine effiziente Safety-Umsetzung.

Kühlmittelanlagen sind zentrale Komponenten einer Werkzeugmaschine; sie stellen die erforderlichen Kühlschmiermittel in richtiger Menge und mit geeignetem Druck zur Werkzeugkühlung zur Verfügung. Das Kühlmittel befindet sich in einem geschlossenen Kreislauf und wird durch spezielle Papierfilter gereinigt. Die Überwachung der Filterfunktion erfolgt über Sensoren, die den Rollendurchmesser des Filterpapiers messen, auf Papierrisse achten und den Kühlmittelstand beobachten. Ist das Filterpapier zu stark verunreinigt, überschreitet der Kühlmittelstand einen Grenzwert und infolgedessen wird sauberes Filterpapier eingezogen.

Im Rahmen der Konzeption einer solchen Kühlmittelanlage für eine neue Generation von Bearbeitungszentren des Werkzeugmaschinenherstellers Deckel Maho stellte dieser die Hardware- und Installationskosten hinsichtlich des zu verwendenden Bussystems auf den Prüfstand. Ergebnis der Analyse war, dass die bisherige IP20-Profibus-Lösung bei den neuen Kühlmittelanlagen für Bearbeitungszentren durch AS-Interface-Technologie abgelöst werden sollte. Diese Entscheidung fiel vor dem Hintergrund, dass der Aufbau der Bearbeitungszentren über einheitliche Baugruppen erfolgen sollte beziehungsweise, dass sich standardisierte Kühlmittelanlagen problemlos in die verschiedenen Baureihen von Bearbeitungszentren integrieren lassen.

Als kostengünstiges Netzwerk kommt AS-Interface bereits in der E/A-Ebene der Bearbeitungszentren zum Einsatz. Unter anderem deshalb, weil bei dieser Bustechnologie eine Erweiterung des Systems an beliebiger Stelle des Netzes möglich ist. Durch die Adresszuordnung der AS-Interface-Module werden deren Ein- und Ausgänge in den entsprechenden E/A-Bereich der übergeordneten Steuerung als Prozess-Abbild zur Verarbeitung übertragen. Mittels Adressvergabe lässt sich ein AS-Interface-Modul somit einer bestimmten Funktionsgruppe wie etwa einem Werkzeugwechsler, einer Zuführeinrichtung oder eben einer Kühlmittelanlage zuordnen. Das Ein- und Ausblenden der einzelnen Funktionsgruppen ist damit je nach Ausbau eines Bearbeitungszentrums einfach möglich. Für den Projektierer der Software hat dies den Vorteil, dass er die Software für den Maximal-Ausbau der Anlage auslegen kann.

Mit der neuen Spezifikation 3.0 von AS-Interface, auf der die Vernetzung der Werkzeugmaschine basiert, hat sich der Spielraum in punkto Flexibilität dieses Sensor-Aktor-Busses weiter erhöht: Durch den Einsatz entsprechender Module für den erweiterten Adressierbereich (AB-Slaves) lassen sich jetzt 62 statt bisher 31 Modul-Adressen mit doppelt so vielen E/A-Punkten in einem AS-Interface-Netz realisieren. Zudem stellen AS-Interface-Module nach Spezifikation 3.0 dem Anwender nun vier statt – wie bislang – drei (Spez. 2.11) Ausgänge im erweiterten Adressierbereich (62 A/B-Slaves) zur Verfügung. Zusammen mit dem entsprechenden AS-Interface-Master/Gateway lassen sich auf diese Weise 248 Ein- und 248 Ausgänge verwalten.