Sensor-Bus: Signale digital statt analog übertragen

Das SENT-Protokoll bietet die Möglichkeit, digitale Signale mit einer Genauigkeit von 12 bit über eine Zwei- bzw. Dreidraht-Verbindung von einem Sensor zur Steuereinheit im Automobil zu übertragen. Erste Produkte, z.B. eine elektronisch gesteuerte Drosselklappe, sind bereits am Markt.

Das SENT-Protokoll bietet die Möglichkeit, digitale Signale mit einer Genauigkeit von 12 bit über eine Zwei- bzw. Dreidraht-Verbindung von einem Sensor zur Steuereinheit im Automobil zu übertragen. Erste Produkte, z.B. eine elektronisch gesteuerte Drosselklappe, sind bereits am Markt.

Immer mehr Funktionen im Auto benötigen zusätzliche Sensoren und Verbindungen über interne Bus-Systeme. Doch nicht jeder Sensor lässt sich mit vertretbarem Aufwand sinnvoll an einen Datenbus anschließen. Dies gilt vor allem für Funktionen mit stetigen Eingangssignalen wie Sensoren für die Drosselklappen-Öffnung oder das Lenkmoment. Sie sind oftmals direkt mit Steuergeräten verbunden, weil das Signal mit einer hohen Datenrate benötigt wird, die dann einen Großteil der verfügbaren Datenübertragungsrate auf dem Bus beanspruchen würde. Auch die Kosten einer Busanbindung spielen eine Rolle.

Ein neues Datenprotokoll SENT (Single Edge Nibble Transmission) ermöglicht zusammen mit den dazugehörenden Sensoren den Ersatz analoger Schnittstellen und eine digitale Datenübertragung. Mit einem „Nibble“ wird eine Datenmenge von 4 bit übertragen. Der Zulieferer Hella geht mit einem ersten Sensor mit dieser Schnittstelle im Herbst 2009 in Serie; Muster sind bereits erhältlich. Der Sensor wird einen konventionellen Drosselklappen-Sensor ersetzen.