Sechs Befehle reichen aus

Unter den Bezeichnungen „Logo“, „Easy“ und „Alpha“ haben Anbieter wie Siemens, Moeller und Mitsubishi vor geraumer Zeit die Geräteklasse der intelligenten Logikmodule definiert. Zur Hannover Messe...

Unter den Bezeichnungen „Logo“, „Easy“ und „Alpha“ haben Anbieter wie Siemens, Moeller und Mitsubishi vor geraumer Zeit die Geräteklasse der intelligenten Logikmodule definiert. Zur Hannover Messe steigt jetzt auch Phoenix Contact in diesen Markt der Kleinststeuerungen ein. Eine Besonderheit der „Nanoline“: Die Programmierung erfolgt flussdiagramm-orientiert über lediglich sechs Befehle.

Nach wie vor ist es gängige Praxis, dass die Hersteller von Kleinstmaschinen- oder -apparaten eigene Steuerungslösungen für ihre Anwendungen entwickeln. Selbst die im Haushalt eingesetzten Kühl- und Heizsysteme oder die für spezielle Aufgaben konzipierten kleineren Automatisierungsanwendungen wie Flaschenrücknahme-Geräte basieren auf einem individuellen Steuerungskonzept. Neben dem hohen Erstellungsaufwand bringen solche Lösungen den Nachteil mit sich, dass eine Erweiterung des Funktionsumfangs der Maschine in der Regel eine aufwendige Neuentwicklung des Steuerungskonzepts zur Folge hat. Oftmals entsprechen die Individual-Lösungen nicht dem Standard industrieller Automatisierungstechnik und sind demzufolge nicht in vorhandene Systeme integrierbar beziehungsweise auf zukünftige Technologien portierbar. Dass trotz dieser augenscheinlichen Mängel viele Hersteller von Kleingeräten an ihren Eigenentwicklungen festhalten, liegt unter anderem daran, dass die Alternative hierzu – eine am Markt etablierte und standardisierte Industriesteuerung – in Relation zur lösenden Automatisierungsaufgabe relativ hohe Anschaffungskosten bedeutet und darüber hinaus lange Einarbeitungszeiten in die Entwicklungsumgebung mit sich bringt.