Schlauchleitungen reduzieren Stickoxidemissionen

ContiTech hat ein heizbares Schlauchleitungsmodell für das Selective-Catalytic-Reduction-Verfahren (SCR) entwickelt, mit dem die Stickoxidemissionen bei Dieselmotoren reduziert werden können.

Die beheizbaren Schlauchleitungsmodule auf EPDM-Basis wurden speziell für den Transport von Harnstoff (AdBlue) entwickelt. Sie transportieren die Harnstofflösung, die zur Umwandlung der Schadstoffe in harmlosen Stickstoff sowie Wasserdampf notwendig ist.

Die gestiegenen Anforderungen zur Minderung der CO2-Emissionen lösen Motorenhersteller durch einen höheren Ladedruck, der wiederum über höhere Drehzahlen der Turbolader erzeugt wird. Folglich sind immer engere Bauräume und steigende Temperaturen die Rahmenbedingungen, an die Schlauchleitungen für Abgasmanagement-Anwendungen angepasst werden müssen.

ContiTech löst dies durch den Einsatz von Hochleistungsmaterialien – Silikon sorgt für die notwendige Temperaturbeständigkeit und Fluorkautschuk kann, je nach Medium, zusätzlich die Ölbeständigkeit sichern. Dadurch sind sie Temperaturen bis 235 °C gewachsen. Außerdem entwickelt ContiTech schon jetzt Schläuche, die die Euro-6-Norm im Jahr 2013 erfüllen und eine Temperaturbeständigkeit von bis zu 280° C bei einem Ladedruck bis 5 bar erreichen.

Das SCR-Verfahren setzen bereits Renault und Volvo im Nutzfahrzeug- und Busbereich in Europa ein und rüsten ihre Fahrzeuge komplett mit dem Schlauchleitungsmodul von ContiTech aus.  Auch Daimler verbaut die Leitungen in der Bus-Sparte EvoBus.