Safety step by step

Neuen Technologien haftet oft etwas Komplexes an, das sich der Anwender erst erarbeiten und verstehen muss, um es einsetzen und nutzen zu können. Gerade in der Sicherheitstechnik kommt es aber darauf an...

Neuen Technologien haftet oft etwas Komplexes an, das sich der Anwender erst erarbeiten und verstehen muss, um es einsetzen und nutzen zu können. Gerade in der Sicherheitstechnik kommt es aber darauf an, Anwendungs-Barrieren möglichst niedrig zu halten. Wie müssen moderne Safety-Konzepte gestrickt sein, um diesen Spagat vollziehen zu können?

Sicherheitslösungen, die einen rein eindimensionalen Nutzen in Form von Personenschutz verfolgen, sind heute nicht mehr marktfähig. Kein Anwender akzeptiert, dass die Maschinenleistung oder Anlagenverfügbarkeit durch den Einsatz von Sicherheitstechnik reduziert wird. Somit kommt es bei Safety-Realisierungen immer stärker auf den automatisierungstechnischen Zusatznutzen an. Doch mehr Funktionen und mehr Flexibilität führen in der Regel zu immer komplexeren Konfigurationen mit immer mehr Software und Programmieraufwand. Ergo gilt: Je besser es gelingt, Sicherheitslösungen einfach zu projektieren und zu konfigurieren, statt aufwendig zu programmieren, desto effizienter lassen sich diese umsetzen und betreiben. Um dies zu erreichen, kommt es entscheidend auf eine „Philosophie der Modularität“ an, denn erst sie bietet die notwendige Migrationsfähigkeit einer Sicherheitslösung und ermöglicht damit eine flexible Anpassung an die jeweilige Sicherheits- und Automatisierungsaufgabe. Mit anderen Worten: Ziel muss sein – ausgehend von einer modularen Technologieplattform – Sicherheitsanforderungen unterschiedlicher Komplexität durch die Verlagerung der Intelligenz in die Sensoren und Steuerungen beherrschbar zu machen. Was dies im Detail heißt, soll im Folgenden beispielhaft am „sens:Control“-Konzept von Sick aufgezeigt werden.