S/IP-Protokollspezifikation für Sercos III verabschiedet

Mit der S/IP-Protokollspezifikation hat Sercos einen weiteren Baustein für die Echtzeit-Ethernet-Technologie Sercos III verabschiedet.

Das neue Protokoll ermöglicht eine direkte Kommunikation, sowie einen einheitlichen Datenaustausch zwischen Geräten, ohne dass hierzu ein Sercos-III-Master oder eine unterlagerte Sercos-III-Kommunikation erforderlich ist. Auch im zyklischen Echtzeitbetrieb kann das S/IP-Protokoll verwendet werden. In diesem Falle werden die S/IP-Telegramme in dem NRT-Kanal (Non Real-Time) von Sercos III übertragen, ohne das Echtzeitverhalten des Netzwerkes negativ zu beeinflussen.

„Neben dem einfachen Lesen und Schreiben der Parameter eines Geräts unterstützt S/IP auch die Möglichkeit, mehrere Aufträge zu kombinieren und an ein Endgerät zur Bearbeitung zu schicken“, erläutert Hans-Peter Bock vom Institut für Steuerungstechnik (ISW) an der Universität Stuttgart in seiner Funktion als Arbeitskreisleiter bei Sercos. „Außerdem können neben fest vorgegebenen, standardisierten Diensten dem Protokoll auch herstellerspezifische Dienste hinzugefügt werden.“

Mit dem neuen S/IP-Protokoll verbessert sich die vertikale Integration von Geräten in einer Produktionsanlage. Die Inbetriebnahme, aber auch die Fernwartung und Diagnose von Sercos-III-Geräten können mittels S/IP über das Intranet oder Internet realisiert werden.