RTS virtualisiert jetzt auch Windows XP

Der Hypervisor von Real Time Systems kann jetzt auch Windows XP mit anderen Betriebssystemen auf getrennten Rechenkernen laufen lassen. Allerdings ist dazu ein Intel-Prozessor notwendig.

Der RTS Hypervisior kann unterschiedliche Betriebssysteme auf den Cores eines Multicore-Systems ablaufen lassen. Das funktionierte bisher schon mit Windows CE, Linux, VxWorks, PharLab ETS sowie Microware OS-9. Jetzt kommt auf vielfachen Kundenwunsch auch Windows XP dazu. Allerdings mit einer kleinen Einschränkung: während die anderen Betriebssysteme mit jedem beliebigen Multicore-Prozessor betrieben werden können, ist für Windows XP ein Intel-System notwendig, weil hier die Virtualisierungsbefehle (Intel VT) verwendet werden. »Der Aufwand, alle Windows-XP-Schnittstellen vollständig von der Hardware zu abstrahieren, wäre einfache zu groß gewesen«, sagt Gerd Lammers, Geschäftsführer von Real Time Systems.

Unter dem RTS-Hypervisor wird jedem Betriebssystem mindestens ein Prozessorkern exklusiv zugewiesen. Systemressourcen wie PCI-Geräte oder auch Speicher zur exklusiven Nutzung werden per Konfigurationsdatei den einzelnen Betriebssystemen fest zugeteilt. Echtzeit-Betriebssystemen erlaubt der RTS Hypervisor den direkten Hardwarezugriff auf zugewiesene Geräte und stellt damit die harte Echtzeitfähigkeit sicher. Durch den RTS Hypervisor werden den Echtzeitsystemen keinerlei Latenzen hinzugefügt. Da Ressourcen wie PCI-Geräte exklusiv einzelnen Betriebssystemen zugeteilt werden, müssen sie nicht virtualisiert werden und können mit herkömmlichen Gerätetreibern verwendet werden. Die Bootreihenfolge der einzelnen Betriebssysteme ist frei wählbar und selbst der Neustart einzelner Betriebsysteme im laufenden Betrieb ist möglich. Shared Memory und ein virtuelles Netzwerk sorgen für die Kommunikation zwischen sonst streng getrennten Betriebssystemen.