RoHS-konforme Stromversorgung

<p>Insgesamt 115 Modelle umfasst die Palette an linearen Stromversorgungen von Condor (Vertrieb: CompuMess).

Wie lassen sich AC/DC-Wandler im Leistungsbereich von 30 bis 450 W aufbauen, die eine hohe Performance und möglichst kleine Abmessungen aufweisen? Das ist nur möglich, wenn man die verschiedenen Komponenten und ihr Zusammenspiel im Netzteil betrachtet, so dass die fortlaufenden Verbesserungen im Bereich der Halbleiter und der passiven Komponenten in der Schaltung zum Tragen kommen. Dabei sollten die folgenden zehn Punkte beachtet werden.

Insgesamt 115 Modelle umfasst die Palette an linearen Stromversorgungen von Condor (Vertrieb: CompuMess). Alle Geräte sind RoHS-konform. Das Spektrum der angebotenen Ausgangsleistungen reicht von 3 bis 288 W. Medizinische Versionen nach EN/UL/CSA60601-1 bieten Leckströme unter 10 µA und übertreffen FCC und Klasse B der Störabstrahlung. (eg)

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Eingangsfilter
Die Versuchung ist groß, für  die X-Kondensatoren Keramikondensatoren zu verwenden, weil sie klein sind. Treten jedoch Eingangsspannungs-Spikes auf, können sie mit verheerender Wirkungen ausfallen. Metallisierte Polypropylenkondensatoren sind mechanisch größer, verfügen aber über Selbstheilungsfunktion. Die Reduktion der Baugröße geht bei diesen Bauteilen nur mit der Verbesserung des Materials einher.

Drosseln und Transformatoren
Um die Anforderungen an die Luft- und Kriechstrecken einzuhalten, muss an den Anschlussseiten der Spulenkörper ein physikalischer Abstand eingehalten werden. Beim Einsatz von UL-zertifiziertem, dreifach isoliertem Draht dagegen ist es möglich, die Wicklung bis an die Kanten auszuführen. Dies reduziert die Baugröße von Übertragern in Schaltnetzteilen um bis zu 20 Prozent.

Ladekondensatoren
Um die bestmögliche Kombination von Größe und Lebensdauer zu erzielen, ist bei Aluminium-Elektrolytkondensatoren die Wahl der Arbeitsspannung entscheidend. Die längste Lebensdauer erreichen die Elkos, wenn sie mit nicht mehr als 80 Prozent der Maximalspannung betrieben werden. Denn im Betrieb mit der maximal möglichen Spannung verursacht die Verlustwärme Schäden. Um eine möglichst lange Lebensdauer zu erzielen, sollten 105°C-Typen eingesetzt werden. Um die im Falle einer kurzzeitigen Unterbrechung der Versorgungsspannung erforderliche Hold-up Zeit von typ. 10 bis 20 ms zu erreichen, sind hohe Kapazitäten erforderlich. Weil große Kondensatoren jedoch einen hohen ESR bei hohen Frequenzen besitzen, kann man durch das Parallelschalten eines kleinen Kondensators, z. B. eines Plastikfilm-Kondensators mit 0,22 µF, die Gesamt-ESR reduzieren.


XP Power berücksichtigt bei der Entwicklung seiner Netzteile alle diese Punkte und hat die meisten im neusten Produkt, dem 350-W-Netzteil MFA350, umgesetzt. Das Ergebnis ist ein kompaktes Gerät mit den Abmessungen in 3.2 Zoll x 6.8 Zoll x 1.5 Zoll (81 mm x 173 mm x 38 mm) mit umfassenden Kontroll- und Überwachungsfunktionen und 89 Prozent Wirkungsgrad, das bei voller Leistung einen Luftstrom von  13 CFM benötigt. Keine einzelne Entwicklungsinnovation kann die Vorteile bieten, wie die Kombination der oben beschriebenen kleinen Verbesserungen und damit einen solch großen Unterschied beim Endprodukt.