Roboter packen ein

Die Integration der Bildverarbeitung in die Robotik hat die Voraussetzung dafür geschaffen, beliebige Teile intelligent zu handhaben und neu auszurichten. Ein Marktsegment, das von diesen Entwicklungen besonders profitiert, ist die Verpackungsindustrie.

Die Integration der Bildverarbeitung in die Robotik hat die Voraussetzung dafür geschaffen, beliebige Teile intelligent zu handhaben und neu auszurichten. Ein Marktsegment, das von diesen Entwicklungen besonders profitiert, ist die Verpackungsindustrie.

Typische kamerageführte Verpackungsanwendungen erfordern, dass der Roboter durcheinander liegende Teile während des Materialflusses aussortiert. Um diese Aufgabe erledigen zu können, muss der Roboter das Durcheinander sichten und die Lage sowie Ausrichtung der zu handhabenden Produkte erkennen. Dieser Vorgang setzt intelligente Bildverarbeitungssysteme voraus, die idealerweise in die Bewegungssteuerung des Roboters fest integriert sind. Um die Produkte auf einem sich bewegenden Förderband zu erkennen, verwendet der Roboter entweder Zeilenkameras oder flächenabtastende Kameras und verfolgt dabei die Position des Transportbandes mit Hilfe eines Förderband-Drehgebers. Anhand der Position der Produkte auf dem Förderband, die durch das Bildverarbeitungssystem und die Position des Förderbands im Raum bestimmt wird, weiß der Roboter zu jedem Zeitpunkt, wo sich die Produkte im Raum befinden, und kann sie am Förderband positionsgenau abgreifen.

Einer der Hauptaspekte, um den Robotern das „Sehen“ zu ermöglichen, ist eine exakte Objekt-Erkennung. In der Vergangenheit verwendete man eine einfache „Kleks-Erkennung“, um die Position und Ausrichtung eines Produkts zu bestimmen. Nachteil dieser Methode ist, dass sie eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung des Bildobjekts voraussetzt und die Erkennung sich berührender Teile erschwert. Ergo ist in diesen Fällen eine gewisse Vorab-Ausrichtung und Vereinzelung der Produkte erforderlich.