Renault präsentiert den Fluence

Auf der IAA stellt Renault erstmals die Stufenhecklimousine Fluence der Öffentlichkeit vor, die in der 2,0-Liter-Motorisierung über ein CVT-Getriebe verfügt. Ab 2011 soll der Fluence auch als Elektro-Version auf den Markt kommen.

Insgesamt stehen für den Fluence vier Motorvarianten zur Wahl. Das Angebot an Benzinaggregaten umfasst den 1,6 16V (81 kW/110 PS) sowie den 2,0 16V mit 103 kW/140 PS – wahlweise mit einem manuellen Schaltgetriebe oder einem Automatikgetriebe. Für den 2,0-Liter-Vierzylinder steht außerdem ein stufenloses Continuously-Variable-Transmission-Getriebe (CVT) zur Verfügung, das in Zusammenarbeit mit dem Allianzpartner Nissan entwickelt wurde. Hier übernehmen zwei axial verschiebbare Kegelscheibenpaare sowie ein Schubgliederband aus Stahl die Kraftübertragung. Dieses verändert je nach Scheibenabstand stufenlos seinen Abrollradius und damit das Übersetzungsverhältnis. Theoretisch ist auf diese Weise eine unendliche Zahl verschiedener Übersetzungen möglich.

Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs ändert sich bei gleich bleibender Motordrehzahl durch kontinuierliches Anpassen der Übersetzung. Der Motor läuft immer im idealen Drehzahl- und Drehmomentband, wodurch sich der Verbrauch minimiert und die Beschleunigungskraft zunimmt. Zudem kann der Fahrer jederzeit auch in einen halbautomatischen Modus wechseln und durch Vor- und Zurückschieben des Wählhebels zwischen sechs fest programmierten Gängen wählen. Alternativ können die Kunden den 2,0-Liter-16V-Benziner auch mit einem
6-Gang-Schaltgetriebe bestellen.

Zudem bietet Renault den Fluence mit zwei Dieselmotorisierungen an: Den dCi 90 FAP eco2 (66 kW/90 PS) und den dCi 110 FAP eco2 (78 kW/110 PS), die beide mit dem Rußpartikelfilter ausgestattet sind. Der dCi 110 FAP eco2 kann mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe oder mit dem Double-Clutch-Transmission-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) geordert werden. Das Doppelkupplungsgetriebe besteht aus zwei automatisierten Teilgetrieben mit jeweils einer Kupplung, wodurch der Schaltvorgang ohne Zugkraftunterbrechung erfolgt, da die nächste Schaltstufe bereits eingelegt ist. Als weitere Antriebsvariante plant Renault ab dem Jahr 2011 eine rein elektrisch betriebene Version des Renault Fluence.

Der Fluence besitzt serienmäßig eine elektrische Servolenkung, die aus dem aktuellen Mégane stammt und geschwindigkeitsabhängig arbeitet – im City-Betrieb funktioniert sie leichtgängiger als bei schneller Autobahnfahrt. Serienmäßig ist der Fluence zudem mit einem Antiblockiersystem der neuesten Generation sowie mit einem Bremsassistenten bestückt. Der Bremsassistent verkürzt den Bremsweg in Notsituationen, indem er die volle Verzögerungsleistung schneller bereitstellt. Wird der Bremsassistent aktiviert, blinken parallel die Warnblinkleuchten auf. Zur Steigerung der aktiven Sicherheit verfügt der Fluence über das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP der neuesten Generation mit der Untersteuerkontrolle USC. Bei einer Tendenz zum Untersteuern nimmt es per Motor-Management Gas zurück. Reicht das nicht aus, reagiert das Stabilitätsprogramm mit gezieltem Bremseingriff an Vorder- und Hinterrad derselben Seite oder nur an den Vorderrädern. Mit dem ESP kombiniert ist ebenfalls die Antriebsschlupfregelung (ASR), die beim Anfahren oder starken Beschleunigen auf glattem Untergrund ein Durchdrehen der Räder verhindert.

Zur weiteren Serienausstattung zählen sechs Airbags, davon zwei Adaptiv-Airbags für Fahrer und Beifahrer, zwei Seiten-Airbags und zwei vorhangähnliche Windowbags, welche die Köpfe der außen sitzenden Fahrgäste in beiden Sitzreihen schützen. Alle Sitzplätze sind mit dem Programmierten Rückhaltesystem ausgestattet und verfügen über Gurtkraftbegrenzer. Fahrer und Beifahrer werden zudem durch Gurtstraffer geschützt.

Der Fluence ist mit dem Navigationssystem Carminat TomTom erhältlich, das Renault inklusive 5,8-Zoll-Farbmonitor anbietet. Das Carminat TomTom vereint alle Vorteile eines fest eingebauten Systems wie alternative Streckenberechnung auf Basis aktueller Verkehrsinformationen sowie Angaben zu Geschwindigkeitsbegrenzungen und wichtigen Punkten (POI) entlang der Strecke. Navigationsdaten und Updates lassen sich aus dem Internet auf eine SD-Speicherkarte laden und über den SD-Slot ins Navigationssystem einspeisen.

Das Arkamys-Soundsystem des Fluence verfügt über das Digital Sound Processing DSP, das Musiksignale ohne Zeitverzug und qualitative Verluste für jeden Lautsprecher getrennt verarbeitet. Hierbei steuert das System die Signale so, dass auf jedem Platz ein Raum füllendes Sounderlebnis möglich ist. Der Rechner passt die Wiedergabe zudem an die Fahrgeschwindigkeit an, damit auch leise Passagen so stets gut hörbar bleiben.Zudem ist mit dem Arkamys-Soundsystem ist auch Audio-Streaming möglich, also die Übertragung von MP3-Audiodateien von einem Mobiltelefon, iPod oder anderen externen Musikträgern. Das System verfügt hierzu über eine Bluetooth-Schnittstelle, die auch für Telefonfunktionen geeignet ist.

Der neue Fluence wird als fünftes Fahrzeug der Renault-Modellpalette im türkischen Bursa im Werk Oyak-Renault gebaut. Seine Premiere feiert der neue Renault Fluence im November 2009 in der Türkei, anschließend erfolgt die Markteinführung in Russland und Rumänien. In Westeuropa wird der Renault Fluence im Frühjahr 2010 in die Verkaufsräume kommen.