Rekordergebnis bei Siemens

Siemens hat im Geschäftsjahr 2007 seinen Umsatz um 9 Prozent auf 72,5 Milliarden Euro gesteigert. Für das nächste Jahr will Vorstandsvorsitzender Peter Löscher die Restrukturierung des Konzerns weiter vorantreiben.

Der Gewinn für das Jahr 2007 lag bei 4,038 Milliarden Euro. Das sind 21 Prozent mehr als im letzten Jahr. Der Auftragseingang lag bei fast 84 Milliarden Euro.

Den höchsten Umsatz erzielte der Bereich Automation&Drives mit 4,4 Milliarden Euro, gefolgt von Power Generation (3,5 Mrd. Euro) und Medical Solutions (2,8 Mrd. Euro).

Siemens-Chef Peter Löscher sagte zum Ausblick auf das Jahr 2008: »Operativ erwarten wir für das Geschäftsjahr 2008 weiterhin ein profitables Wachstum. Wir gehen davon aus, dass unser Volumen prozentual doppelt so stark wachsen wird wie das weltweite Bruttoinlandsprodukt. Unser operatives Ergebnis soll mindestens doppelt so schnell wachsen wie unser Geschäftsvolumen«.

Außerdem will Siemens seine Kapitalstruktur mit dem Rückkauf von Aktien verbessern. Besonders mit dem Geld aus dem Verkauf von Siemens VDO (11,4 Milliarden Euro) will der Konzern bis 2010 eigene Aktien für bis zu 10 Milliarden Euro kaufen.

Belastet wird das positive Ergebnis jedoch durch das erneute Auftauchen von fragwürdigen Zahlungen. Medienberichten zufolge liegt die Summe der Zahlungen, die als Schmiergeld verwendet worden sein könnten, bei 1,3 Milliarden Euro.

Auf der Jahrespresskonferenz sagte Löscher, dass Siemens im Jahr 2007 insgesamt gegen über 170 Mitarbeiter personelle Konsequenzen wegen Korruption, Verstöße gegen das Kartellrecht, Untreue oder Betrug gezogen habe.

Löscher sprach auch über die Neu-Strukturierung von Siemens. Demnach soll der Konzern in die Sektoren »Industry«, »Energy« und »Healthcare« aufgeteilt werden.

Einsparpotential sieht Löscher bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten, die bis 2010 um 10 bis 20 Prozent gesenkt werden sollen. Diese Maßnahmen werden auch die Zentrale in München betreffen.