»REACH ist wie eine Textaufgabe im Schulunterricht«

Das Umweltbundesamt (UBA) startete kürzlich das Projekt »REACH in der Praxis«. Ziel soll es sein, Unternehmen, Verbänden und Behörden bei der Umsetzung ihrer REACH-Aufgaben zu unterstützen. Christiane Heiß vom UBA nimmt dazu Stellung.

Am 1. Juni 2008 begann die Vorregistrierungsphase unter REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals). Jeder Hersteller und jeder Importeur einer Chemikalie muss der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) melden, ob eine Registrierung geplant ist. Ansonsten gilt das Prinzip des Artikel 5 »Ohne Daten kein Markt«, das die Chemikalie als »neu« behandelt und eine Vermarktung erst nach der Registrierung erlaubt.

Trotz umfangreicher EU-Arbeitshilfen zu REACH haben viele Verantwortliche in der Wirtschaft und in der behördlichen Überwachung Fragen zu Umweltschutzaspekten, und wünschen sich Arbeitshilfen zur Registrierung und Überwachung.

Das Umweltbundesamt (UBA) will mit dem Projekt »REACH in der Praxis« zu besonders schwierigen Themen gezielt Unterstützungsmaterialien für Stoffanwender und für Überwachungsbehörden entwickeln. Unterstützt wird das Projekt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).