Qimonda steigt in den Solarmarkt ein

Zusammen mit der deutschen Centrosolar Group hat Qimonda einen Vertrag für den Bau eines gemeinsamen Solarzellen-Fertigung geschlossen.

Im Rahmen des Joint Ventures, an dem Centrosolar mit 49 Prozent und Qimonda über ihre hundertprozentige Tochter Qimonda Solar mit 51 Prozent beteiligt sind, sollen Solarzellen auf Siliziumbasis hergestellt werden.
Das Gemeinschaftsunternehmen plant, bis September 2009 70 Millionen Euro in das neue Werk zu investieren. Angesiedelt werden soll die Solarzellenfertigung am bestehenden Backend-Produktionsstandort von Qimonda im portugiesischen Vila do Conde.

Die wachstumsstarke Solartechnik als letzter Rettungsanker für Qimondas desaströse Bilanz? Der Kommentar von Qimonda-Vorstand Kin Wah Loh zum Joint-Venture-Vorhaben lässt dies vermuten: »Durch das neue Engagement in der Solarindustrie wird Qimonda künftig Zugang zu einem attraktiven Markt mit stabilen und hohen Wachstumsraten haben.« Den Wachstumsschub könnte Qimonda gut gebrauchen: Im aktuellen zweiten Quartal 2008 machte das Unternehmen 482 Mio. Euro Verlust.

Entsprechend der Genehmigung durch die zuständigen Behörden ist der Baubeginn des neuen Werks in Portugal für Mitte 2008 geplant. Die Solarzellenproduktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2009 anlaufen. Das neue Werk wird laut Qimonda eine Kapazität von rund 30 Millionen Solarzellen (umgerechnet 100 Megawattpeak) pro Jahr haben und mit 150 Mitarbeitern starten.