Profichip: Kleinster Profibus-ASIC der Welt

Das Vipa-Tochterunternehmen Profichip in Herzogenaurach ist davon überzeugt, den kleinsten Profibus-ASIC der Welt anzubieten.

Der Profibus-DP-Slave-Controller mit dem Namen VPC3+S beruht auf dem 2003 vorgestellten Baustein VPC3+CLF und bietet zusätzlich zu dessen Basis-Eigenschaften (Profibus-DP-V0/V1/V2-Funktionen, 4 kB RAM-Speicher) ein serielles Interface für die SPI- oder I2C-Kommunikation. Im Gegensatz zum VPC3+CLF, der in einem PQFP44-Gehäuse untergebracht ist, steckt der VPC3+S in einem BGA-Gehäuse mit 6 x 8 mm Kantenlänge und 48 Pins. Seine Versorgungsspannung beschränkt sich auf 3,3 V. Anwenden lässt er sich beispielsweise in Encoder-Produkten oder Sensoren. Applikationen, die bislang den VPC3+CLF oder den Baustein SPC3 von Siemens genutzt haben, können weiterhin das parallele Interface und die bestehende Firmware verwenden.

Damit der Anwender die neuen Funktionen des VPC3+S, etwa eine Hardware-PLL für Profibus-DP-V2-IsoM, anwenderfreundlich nutzen kann, bietet Profichip eine erweiterte Version des entsprechenden Software-Stacks. Software zur Unterstützung redundanter Slave-Applikationen mit einem oder zwei Mikrocontrollern ist ebenfalls erhältlich. Die ersten Muster des VPC3+S werden Anfang des zweiten Quartals 2009 verfügbar sein, Serienlieferungen erfolgen ab Mitte 2009.