PR für Non-Profit Organisationen: REACH – und was nun?

<p>Gerade Non-Profit Organisationen haben es bei der Darstellung ihrer Kompetenzen in der Öffentlichkeit nicht ganz einfach.

Gerade Non-Profit Organisationen haben es bei der Darstellung ihrer Kompetenzen in der Öffentlichkeit nicht ganz einfach. Sie verfolgen keine kommerziellen Rendite-Interessen, dementsprechend können sie nicht mit einem dicken Werbebudget winken oder teure Marketing-Kampagnen fahren. Fundierte PR-Arbeit ist hier gefragt, will man die Außenwirkung als Kompetenzträger und Meinungsbildner stärken: Ein einfaches aber nicht weniger wirkungsvolles PR-Tool dabei ist das Issues Management. Es soll Kreativität mit ökonomischem Kalkül verbinden, um am Ende mit möglichst moderatem Aufwand größtmögliche Wahrnehmung und Resonanz zu erzielen.
Was hochtrabend klingt, ist eigentlich ganz simpel: Es gilt in der Öffentlichkeit aufkommende, relevante Themen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Das kann beispielsweise durch die Beteiligung am öffentlichen Meinungsbildungsprozess oder auch durch das aktive Lancieren eines Beitrages zur öffentlichen Diskussion geschehen.
Ein Paradebeispiel dafür ist die jüngst vom Fachverband der Bauelemente Distribution (FBDI e. V.) aufgegriffene neue REACH Chemikalien-Verordnung der EU. Mit REACH (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) ist seit dem 1. Juni 2007 ein neues EU-weit geltendes Chemikalienrecht in Kraft getreten. Was für die chemische Industrie zum Standardprogramm gehört, stellt die Elektronikindustrie – bisher fast unbemerkt von Presse und Öffentlichkeit – vor eine gewaltige Herausforderung. Betroffen sind nicht nur Hersteller elektronischer Bauteile, sondern mittelbar auch die Distributoren. „REACH – Agieren statt Re-Agieren“ – diese zentrale Forderung stellt der FBDI daher in Interviews und Fachbeiträgen in den Raum und bietet dabei Lösungsvorschläge und viel Stoff für eine kontroverse Diskussion der beteiligten Player.
Der Etappenerfolg „Aufmerksamkeit erzeugen“ stellte sich bereits nach wenigen Wochen ein: Nicht nur die Wahrnehmung für das Thema in den betroffenen Unternehmen stieg nach Aussage von FBDI-Mitgliedern deutlich an, sondern die Berichterstattung in der Fachpresse kreierte auch ein umfassendes Themen-Networking unterschiedlicher Player.
Im nächsten Schritt treffen sich Fachpresse, Dienstleister, Hersteller und die Mitglieder des FBDI Ende Februar zum Round Table auf der „embedded world“ in Nürnberg – das Podium lässt eine spannende Diskussion erwarten.

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