Weiteres Rekordjahr für Q-Cells

Der sachsen-anhaltinische Solarkonzern Q-Cells hat die vorläufigen Geschäftszahlen für 2008 veröffentlicht. Das Unternehmen erreichte ein Umsatzplus von 46 Prozent, das schwächere letzte Quartal lässt aber ein Abflachen des Wachstums erahnen.

1,25 Mrd. Euro erwirtschaftete das Solarunternehmen Q-Cells im Gesamtjahr 2008 – 46 Prozent mehr als im Jahr 2007. Um annähernd den gleichen Prozentsatz steigerte das Unternehmen die Produktion kristalliner Solarzellen: Von letztjährig 389,2 MWp stieg die Produktion 2008 um 47 Prozent auf 570,4 MWp.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im Jahr 2008 insgesamt 205,1 Mio. Euro (2007: 197,0 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der im Vergleich zum Vorjahr höheren Anlaufkosten für neue Produktionsverfahren erreichte Q-Cells im Kerngeschäft ein EBIT von 224,4 Mio. Euro und damit eine EBIT-Marge von etwa 17 Prozent.

Das operative Ergebnis im vierten Quartal, das stark durch die Absatzkrise zum Jahresende beeinflusst wurde, lag bei 32,2 Mio. Euro für den Gesamtkonzern – 51 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch beim Umsatz des vierten Quartals macht sich ein Abflachen des Wachstums bemerkbar: Mit 319,4 Mio. Euro Umsatz liegt dieser nur 13 Prozent über dem Vorjahreswert. 

Für das laufende Jahr rechnet die Q-Cells mit einem Produktionsvolumen zwischen 800 MWp und 1 GWp. Inklusive des Umsatzbeitrags des Projektgeschäfts der Q-Cells International, die Projekte zwischen 100 und 200 MWp in Planung hat, strebt der Konzern für das Jahr 2009 einen Umsatz zwischen 1,7 und 2,1 Mrd. Euro an.

Neuer Vorstand

Mit Wirkung zum 1. April ernennt der Aufsichtsrat der Q-Cells ein weiteres fünftes Vorstandsmitglied. Dr. Marko Schulz, der seit Juli 2007 als Geschäftsführer der Q-Cells International für das Projektgeschäft zuständig ist, wird als Vorstand den Bereich »Sales & Systems« übernehmen.