US-Solarmodulhersteller investiert in Sachsen

Der kalifornische Solarmodul-Hersteller Signet Solar Inc. baut ein Forschungs- und Entwicklungszentrum und eine Fertigungslinie im sächsischen Döbeln. Hinter Signet Solar steht Verilog-Erfinder und Venture-Capital-Geber Prabhu Goel.

Die Produktion der Dünnschicht-Module auf Basis von amorphen Silizium soll im nächsten Jahr beginnen. Die Abmessungen der auf Glasträger aufgebrachten Module betragen 2,2 m x 2,6 m. Die Leistung aller dort hergestellten Module soll 25 MW pro Jahr betragen. In dieser ersten Ausbauphase werden 130 Arbeitsplätze entstehen.

In der zweiten Ausbauphase soll dann statt des amorphen Siliziums, mikrokristallines Silizium als Ausgangsmaterial für die Solarzellen verwendet werden. Die Gesamtleistung der hergestellten Module soll auf 70 MW pro Jahr steigen. Auch ein zweites Werk ist geplant.

Die Fertigungslinie in Döbeln bei Dresden ist die erste Produktionsstätte von Signet Solar überhaupt. Die Strategie von Signet Solar besteht darin, den Schwerpunkt der Döbelner Anlage auf die Forschung und Entwicklung zu legen. Die Fertigungslinie ist der Prototyp für weitere Werken in Asien und Amerika. Dort wird päter der Großteil der Solarmodule produziert. Ein wichtiger Zielmarkt ist u.a. Indien, Heimatland von Prabhu Goel, dem Gründer von Signet Solar und Erfinder der Hardware-Beschreibungssprache Verilog.

Die Investitionen für das Werk belaufen sich auf 50 Millionen Euro, die zum Teil aus Fördermitteln des Freistaates Sachsen stammen. Geschäftsführer von Signet Solar in Deutschland ist Gunter Ziegenbalg, der schon die Niederlassung der Dresdner ZMD AG in den USA aufbaute und nun nach Deutschland zurückkehrt. Döbeln bietet, so Ziegenbalg, die geringsten Kosten im Vergleich zu anderen Standorten.