Dreamliner-Panne US-Behörden untersuchen weiter Akku-Probleme

Warum brannte am 7. Januar das Hilfstriebwerk einer neuen Boeing 787 in Boston? Die US-Behörden untersuchen dazu weiter den Li-Ion-Akku sowie die dazugehörige Elektronik. Offensichtlich gehen sie davon aus, dass die Ursache dort zu finden ist. Ein Grund wird bereits ausgeschlossen.

Der neueste Bericht der Verkehrssicherheitsbehörde »National Transportation Safety Board« (NTSB) gibt einen Einblick, wie der Akku gerade untersucht wird. Er stammt von der Boeing 787 der Fluglinie Japan Airlines, deren Hilfstriebwerk am 7. Januar Feuer auf dem Flughafen Boston Feuer fing.

Der dabei beschädigte Akku wurde nun geröntgt, einem CT-Scan unterzogen und anschließend in seine acht einzelnen Zellen zerlegt. 3 dieser Zellen wurden dann weiteren Röntgen-Untersuchungen unterzogen, derzeit werden sie weiter demontiert und das Zell-Innere untersucht.

Bilder: 3

Der Akku des Dreamliner

Der Akku des Dreamliner

Untersucht werden aber auch die Kabel und die Leiterplatten mit den Schaltungen des Batteriemanagement-Systems für das Hilfstriebwerk. So will die NTSB am Dienstag etwa damit beginnen, Informationen aus dem Controller des Hilfstriebwerks, auszuwerten. Dazu soll der nichtflüchtige Speicher des Controllers ausgelesen werden.

Überspannung ausgeschlossen

Bei all diesen noch laufenden Untersuchungen schließt die NTSB zumindest eine Überspannung des auf 32 V ausgelegten Akkus aus. Das gehe aus den Daten des Flugschreibers hervor.

Am 15. Januar musste eine weitere Boeing 787 der All Nippon Airways eine Notlandung machen, da es ebenfalls Probleme mit dem Akku gegeben hatte. Medienberichten zufolge hält die japanische Behörde Japan Transport Safety Board (JTSB) eine Überspannung hingegen für möglich, die dann zur  Überhitzung des Akkus geführt haben könnte.

Der Akku der Boeing 787 stammt von dem japanischen Hersteller GS Yuasa, die dazugehörige Lade-Elektronik für das Hilfstriebwerk von Thales Avionics Electrical Systems.

Wer sich über die Untersuchungen auf dem Laufenden halten will, kann der NTSB übrigens auf Twitter folgen: www.twitter.com/ntsb.