Spatenstich für Wiederaufbau des BMZ Batterien-Montage-Zentrums

Mit dem ersten Spatenstich startete das BMZ den Wiederaufbau eines der modernsten Batterie-Entwicklungszentren in Europa. In der Nacht von 21. zum 22. August 2008 hatte ein Brand einen Großteil der Produktions- und Lagerhallen des Betriebs zerstört.

In Anwesenheit von Landrat Dr. Ullrich Reuter, Karlsteins Bürgermeister Winfried Bruder und BMZ-Geschäftsführer Thorsten Gotthardt erfolgte der offizielle Spatenstich für den 3 Millionen Euro teuren Wiederaufbau am Standort Karlstein.

Auf dem BMZ-Gelände sollen in den nächsten fünf Monaten 1800 m² Lager- und Produktionsflächen sowie 1400 m² Büroflächen neu entstehen, wobei bei der Planung der drei Gebäude neben dem Nutzwert vor allem auf modernste brandschutztechnische Eigenschaften geachtet wurde.

Zu letzteren zählt auch das Flachdach, das sich durch mindestens 90 Minuten Widerstandskraft gegen Feuer auszeichnet. »Das Thema Sicherheit hat in einem auf die Entwicklung und Fertigung von Akkusystemen spezialisierten Unternehmen natürlich höchste Priorität. Wir wollten beweisen, dass Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik nicht im Widerspruch stehen müssen, und ich denke, dass uns dies geradezu beispielhaft gelungen ist«, erklärt die Bauingenieurin Dipl.-Ing. Ute Schmitt, die als Projektleiterin bei BMZ in enger Zusammenarbeit mit der Firma Deutsche Projektbau den neuen Gebäudekomplex geplant hat.

Etwa 3 Millionen Euro kostet das neue Gebäude, das sich durch modernste brandschutztechnische Eigenschaften auszeichnet. So kann das Flachdach mindestens 90 Minuten einem Feuer widerstehen.

Zusammen mit dem noch vorhandenen und in das Gesamtkonzept architektonisch integrierten Bestandsgebäude werden dem BMZ nach Fertigstellung der Neubauten am Standort Karlstein insgesamt rund 6000 m² Nutzfläche zur Verfügung stehen. Platz, den man dringend benötigt, denn dass 1994 von Sven Bauer, Thorsten Gotthardt und Claudia Reimer gegründete und nach wie vor inhabergeführte Unternehmen wird nach Aussagen des Managements auch dieses Jahr wieder mindestens 20 Prozent wachsen. »Unsere Auftragsbücher sind trotz der Wirtschaftskrise bis weit in das nächste Jahr gut gefüllt; so gut, dass wir nach Fertigstellung der neuen Werksgebäude mit Sicherheit nicht ohne Neueinstellungen auskommen werden«, freut sich Geschäftsführer Thorsten Gotthardt, bei BMZ für die Bereiche Produktion, Lager und Versand verantwortlich.

Neubau gerade zur rechten Zeit

Allein mit baulichen und personellen Maßnahmen sei so ein rasantes Wachstum auf Dauer laut Gotthardt allerdings nicht zu bewältigen. »Dank unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung und Konfektionierung komplexer Akkusysteme konnten wir bereits im Vorfeld des Neubaus die Verfahren und Abläufe so optimieren, dass nach der Fertigstellung größtmögliche Effizienz in der Entwicklung, der Lagerhaltung und der Produktion gewährleistet ist. Das neue Batterien-Montage-Zentrum wird nach seiner Fertigstellung definitiv zu den modernsten und innovativsten Einrichtungen seiner Art in Europa zählen«, ist sich Gotthardt sicher.

Der Neubau erfolgt gerade zur rechten Zeit, denn mit der Verfügbarkeit neuartiger Batteriezellen gewinnen Akkusysteme in der mobilen Stromversorgung immer mehr an Bedeutung. So könnten zum Beispiel Lithium-Mangan-Zellen durch ihre hohe Energiedichte, die extrem geringe Selbstentladung, ihre Unempfindlichkeit gegen niedrige Temperaturen, ihre Langlebigkeit und einer Stromfestigkeit von bis zu 30 A völlig neue Anwendungen in Bereichen wie Bohrhämmer, Schiffsantriebe, tragbare Staubsauger, motorgetriebene Fahrräder, mobile Beleuchtungskörper, etc. erschließen.

Thorsten Gotthardt sieht denn für das BMZ auf absehbare Zeit auch beste Voraussetzungen für weiterhin deutlich zweistellige Wachstumsraten per anno: »Solange wir für unseren Standort Karlstein noch genügend geeignete Mitarbeiter finden, gibt es nichts, was unser Wachstum in den nächsten Jahren nachhaltig bremsen könnte«, so der BMZ-Manager.

Die vollständige Rückkehr der Belegschaft aus den Produktionsstätten im hessischen Rödermark ist für Ende diese Jahres geplant, in der Endausbauphase sollen dann in der BMZ-Zentrale in Karlstein bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen.