Branchenreport 2013 Solides Wachstum macht Photonik zur Schlüsseltechnologie

Photonik Branchenreport 2013
Photonik Branchenreport 2013

Die erste gemeinsame Branchenstudie »Photonik 2013« der Industrieverbände VDMA, Spectaris und ZVEI sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bescheinigt der Hightech-Branche eine positive Entwicklung und gute Zukunftsaussichten.

Trotz Finanzkrise kann die Photonik-Branche erfolgreiche Wirtschaftsdaten vorweisen. Sie habe sich »von einer Nischentechnologie zu einer Schlüsseltechnologie entwickelt, die als Treiber für Innovationen gilt und für viele Abnehmermärkte eine wichtige Enabler-Rolle spielt«, erklärt Thilo Brodtmann, stellvetretender Hauptgeschäftsführer des VDMA,  zum Auftakt der Laser World of Photonics in München. Tatsächlich lässt sich anhand der Zahlen ein positiver Trend ablesen: Die Photonikbranche ist durchschnittlich real um rund 6,5 Prozent jährlich gewachsen, mehr als doppelt so schnell wie das weltweite BIP im gleichen Zeitraum. Der globale Photonik-Markt wuchs seit 2005 von 228 auf 350 Milliarden Euro. Auch die Finanzkrise verursachte keinen bleibenden Wachstumsknick, denn das Vorkrisenniveau von 2008 konnte die Photonikindustrie bereits 2010/2011 wieder erreichen. Die neue Branchenstudie weist insgesamt zehn Teilbereiche der Photonik aus und analysiert diese im Detail für die Jahre 2005 bis 2011.

Photonik in Deutschland – Export- und Jobmotor

Mit durchschnittlich rund acht Prozent Weltmarktanteil konnte die deutsche Photonikbranche ihre Weltmarktposition seit 2005 halten. Die Inlandsproduktion stieg bis 2011 um 10 Milliarden Euro. Das Wachstum der deutschen Photonikindustrie lag mit durchschnittlich real rund sieben Prozent leicht höher als der weltweite Durchschnitt und dank der Exportstärke weit über dem deutschen BIP und dem Wachstum der deutschen Industrieproduktion.

In den starken deutschen Kernbereichen lag der Weltmarktanteil mit zehn bis 16 Prozent sogar deutlich über den durchschnittlichen acht Prozent und konnte gegenüber 2005 weiter ausgebaut werden. Dies betrifft in erster Linie deutsche Systeme in der Produktionstechnik (Laseranlagen und Laserstrahlquellen sowie Lithografiesysteme), in der Bildverarbeitung & Messtechnik, für Optische Komponenten & Systeme sowie in der Medizintechnik & Life Sciences. Besonders die Laserfertigungstechnik profitierte 2012 von einem kräftigen weltweit konsolidierten Umsatzplus in Höhe von neun Prozent.

Auch in Europa hat Deutschland seine Spitzenstellung mit einem Anteil von über 40 Prozent untermauert. Mit einer Exportquote von durchschnittlich 66 Prozent lag die deutsche Photonikbranche weit über dem Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes (rund 47 Prozent). Auch die F&E-Quote lag mit rund neun Prozent deutlich über der des Industriedurchschnitts.

Gleichzeitig erwies sich die deutsche Photonikindustrie als starker Jobmotor: Im Untersuchungszeitraum wurden rund 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Einschließlich der direkten Zuliefererbranchen lag die Beschäftigtenzahl 2011 bei 134.000 und damit rund 5 Prozent über dem Niveau von 2005.