Gadgets SolePower: Schuhsohle erzeugt beim Laufen Strom

Beta-Tester setzen die Sohle aktuell in der Praxis ein, um mögliche Probleme zu eruieren. Vor allem die Dicke der Sohle ist derzeit noch ein Problem, an dem die Entwickler arbeiten. Die Massenproduktion startet frühestens im Sommer nächsten Jahres.
Beta-Tester setzen die Sohle aktuell in der Praxis ein, um mögliche Probleme zu eruieren. Vor allem die Dicke der Sohle ist derzeit noch ein Problem, an dem die Entwickler arbeiten. Die Massenproduktion startet frühestens im Sommer nächsten Jahres.

Es ist eine neue Art, elektronische Gadgets aufzuladen. Die Einlegesohle SolePower kann beim Laufen frei werdende Energie nutzbar machen. Diese wird in einem kleinen Akku gespeichert und soll eine komplette Smartphone-Akkuladung am Tag ermöglichen.

Viele kennen das Problem: Man ist unterwegs, hat das Smartphone vielleicht schon als Navigationsgerät im Auto genutzt, und muss nun noch ein wichtiges Telefonat führen. Doch der Handy-Akku ist leer und weit und breit ist keine Steckdose in Sicht. Die stromerzeugende Einlegesohle von SolePower könnte die Lösung für dieses Problem sein. Die Idee des amerikanischen Kickstarter-Projekts ist es, den Schuh zu einer unabhängigen Stromquelle zu machen. Durch mechanische Elemente wird beim Gehen freiwerdende Energie aufgenommen und gespeichert. Der so gefüllte Akku könnte dann per USB-Anschluss jedes beliebige elektronische Gerät aufladen.

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Jeder Gang macht voll - Die Schuhsohle als Ladegerät

Jeder Gang macht voll - Die Schuhsohle als Ladegerät

Die durchschnittliche Gehdistanz eines erwachsenen Mannes beträgt vier Kilometer am Tag. Diese Laufstrecke soll beim finalen Produkt ausreichen, um genug Energie für eine komplette Smartphone-Akkuladung zu speichern. Allerdings muss der Fuß komplett abgerollt werden, damit die Technik funktioniert. Pumps oder Schuhe mit einer dicken Sohle scheiden damit für SolePower-Einlagen aus. Zudem ist der Prototyp zum heutigen Stand noch ziemlich dick. Trägt man SolePower in dem einem Schuh, muss man im anderen ebenfalls eine Einlage einsetzen, um den Höhenunterschied auszugleichen. Diese zweite Einlage soll immerhin gleich mitgeliefert werden.

Die über Crowdfunding angepeilte Summe von 50.000 Dollar ist zwar schon zur Hälfte erreicht, wird jedoch nicht ausreichen, um die serienmäßige Produktion der Sohlen zu stemmen. Daher ist man bei SolePower auf der Suche nach weiteren Sponsoren und Investoren. Wer das Projekt trotz dieses Risikofaktors unterstützen möchte, kann für die Summe von 100 Dollar (75 Euro) ein Modell der SolePower Einlegesohle ergattern. Wem Einlegesohlen generell nicht zusagen, der kann auf dünne Solarfolien in Smartphone-Displays hoffen, die in Zukunft möglicherweise die Akkulaufzeit verlängern.