Forschungsprojekt PV-HOST Solarstrom ins Stromnetz einbinden

Problemlösung um überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen.
Problemlösung um überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen.

Die Energiewende führt zu einem dezentralen Stromnetz. Viele Einfamilienhäuser nutzen PV-Anlagen und möchten den überschüssigen Strom ins bestehende Netz einspeisen – doch dieses kann den Strom nicht immer aufnehmen. Ein vom Bund gefördertes Projekt soll nun das Problem lösen.

Laut der Bundesnetzagentur betrug die neu installierte Photovoltaik-Kapazität in Deutschland im letzten Jahr 3,3 GWp (Gigawatt Peak). Gegen Jahresende belief sich die installierte PV-Kapazität auf insgesamt 35,7 GWp bei rund 1,4 Mio. installierten PV-Anlagen. Dabei handelt es sich selbstredend nicht nur um Großanlagen, sondern auch um viele Kleinanlagen von privaten Haushalten, deren Zahl weiterhin steigt. Je nach Bedarf muss der Strom von dort in das mit der Zeit gewachsene Stromnetz eingespeist werden. Bereits heute sind jedoch die Netze ab und an überlastet, vor allem in Gebieten mit vielen dieser dezentralen PV-Anlagen. Abhilfe schaffen könnten hier stationäre Speichersysteme mit bis zu zehn Kilowattstunden, mit denen sogenannte Einspeisespitzen geglättet werden können. Der überschüssige Strom wird gespeichert, bis er im Haus benötigt oder in das Versorgungsnetz eingespeist wird. Allerdings stellt sich hier die Frage, wie so ein Energiespeicher beschaffen sein muss, um wirtschaftlich zu arbeiten und auch den erzeugten Strom möglichst verlustfrei in das Netz einzuspeisen.

Der Lösung dieses Problems widmet sich das Forschungsprojekt „PV Home Storage Systems“ (PV-HOST). Das erklärte Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts ist es, die dezentralen Batteriespeicher bis 10 kWh technisch und ökonomisch zu optimieren. Im Rahmen dessen vergleichen die drei Forschungspartner (Robert Bosch GmbH, ISEA ­Institut für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe der RWTH Aachen und die MünsterNETZ GmbH) die Solarspeicher, die für Einfamilienhäuser in den nächsten Jahren in Frage kommen und zudem aus deutscher Fertigung verfügbar sind.