Solarförderung sinkt weniger als befürchtet

Um 8 Prozent wird im kommenden Jahr die Solarförderung sinken. Ein Grund zum Aufatmen für die Solarbranche, doch es wird auch Kritik laut.

Gestern Abend fiel die Entscheidung: Führende Umwelt- und Wirtschaftspolitiker  beschlossen im Rahmen der Neuauflage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Senkung der Solarstromförderung. Demnach soll die Förderung im Jahr 2009 und 2010 um 8 Prozent und ab 2011 um jährlich 9 Prozent gesenkt werden. Freitag nächster Woche soll das Gesetz im Bundestag beschlossen werden.

Aufatmen kann die Solarindustrie deshalb, weil von ihrer Seite weit drastischere Kürzungen befürchtet wurden – von bis zu 30 Prozent war die Rede. Trotz der scheinbar guten Neuigkeiten bewertet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) das Verhandlungsergebnis zwiespältig. Zwar könnte laut BSW-Solar-Geschäftsführer Carsten Körnig der Beschluss die Gefahr eines Markteinbruchs in der Solarindustrie abwenden, der Druck auf die Unternehmen wachse aber. »Das Anziehen der Förderschrauben setzt die Solarbranche unter härtesten Entwicklungsdruck.«, so König.

Nach Angaben des BSW-Solar will die Solarindustrie am Standort Deutschland bis 2010 über fünf Milliarden Euro in den Ausbau modernster Solarfabriken und in Forschung und Entwicklung investieren. Die Branche beschäftigt hierzulande derzeit rund 40.000 Menschen.