Photovoltaik-Folie Solar-Start-up bekommt 8 Millionen Euro

Die PV-Folie von crystalsol ist flexibel und könnte in Fassaden oder Dächern zum Einsatz kommen.
Die PV-Folie von crystalsol ist flexibel und könnte in Fassaden oder Dächern zum Einsatz kommen.

Das estnisch-österreichische Start-up »crystalsol« konnte von Investoren 8 Millionen Euro einsammeln. Bei der Technik handelt es sich um eine neuartige Photovoltaik-Folie.

Diese flexible Photovoltaik-Folie besteht aus einer licht-absorbierenden, kristallinen Schicht, die derzeit auf Polymersubstrate aufgetragen wird. Es können aber auch andere Substrate verwendet werden. Das Ausgangsmaterial für die kristalline Schicht ist ein Pulver aus Kupfer, Zink, Zinn, Schwefel und Selen. Seltene Erden oder Metalle sind also nicht enthalten. Für den Fertigungsprozess verwendet crystalsol ein Rolle-zu-Rolle-Herstellungsverfahren. Derzeit erreicht das Unternehmen damit einen Wirkungsgrad von rund 6,8 Prozent.

Der nächste Schritt ist es nun, eine Pilotproduktionslinie zu errichten. Erste Muster für die eigene Verwendung gibt es bereits in kleinen Mengen, ab der zweiten Jahreshälfte werden dann auch Versuche zusammen mit Kunden durchgeführt.  Als Anwendung sieht crystalsol vor allem die Integration seiner Folien in Gebäudeteile. Die Folien können sowohl farbig als auch halbtransparent sein.

Crystalsol hat nun eine Serie-A Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei von verschiedenen Investoren 8 Millionen Euro bekommen. Außerdem gab es diverse Förderungen. Zu dem Unternehmen mit Sitz in Wien und Tallin in Estland gehören derzeit 28 Mitarbeiter.