Rawe Electronic »SmartBattery« macht Akkus diagnosefähig

Seit den Bränden bei Boeings »Dreamliner« ist auch der breiten Öffentlichkeit bewusst, dass die Sicherheit bei Li-Ionen-Akkus sehr wichtig ist. Batterie-Managementsysteme wie »SmartBattery« von Rawe Electronic sollen dabei helfen, derartige Probleme zu vermeiden.

Um auch der Sicherheit bei Verwendung von Lithiumionen-Akkus gerecht zu werden, sind sogenannte Batterie-Managementsysteme (BMS) für den Betrieb von Akkupacks mit mehreren Einzelzellen gesetzlich vorgeschrieben. Für die normgerechte Anwendung muss die Schutzschaltung eine Überladung oder Tiefentladung wirksam unterbinden können. Über diese Richtlinien geht die »SmartBattery« laut Hersteller Rawe Electronic weit hinaus und bietet dem Systemintegrator und Qualitätsmanagement weitere Tools und soll so eine größtmögliche Sicherheit und lange Lebensdauer gewährleisten.

Durch eine permanente Temperaturmessung des Akkupacks und jeder einzelnen Zelle kann das BMS die Ladeparameter exakt justieren, was dem Nachweis produktgerechter Lagerung dient. Durch kontrolliertes Balancing (Ladungsausgleich) hält SmartBattery alle Einzelzellen auf demselben Niveau. Daneben hilft eine Messeinrichtung, die vorhandene Ladung absolut (in Milliamperestunden) als auch relativ zur maximalen Kapazität zu bestimmen. Diese kann auch direkt am Akkupack visuell dargestellt werden. Hohe Impulsströme beeinträchtigen die Akku-Lebensdauer. Durch kontrolliertes Hochfahren des Lastausgangs (Soft-Startup) verhindert das BMS dies, was die Batterie schont.

Alle relevanten und während der Betriebszeit anfallenden Daten überwacht und zeichnet das BMS permanent auf. Diese Informationen können nicht nur für den Energieabnehmer und zur Sicherstellung des optimalen Lademanagements wichtig sein. Kundenservice und Qualitätssicherung profitieren in großem Maße, da nun rückverfolgt werden kann, wie der Akkumulator betrieben wurde. War zum Beispiel die Lager- und Betriebstemperatur innerhalb der geforderten Grenzwerte? Wie oft wurde der Akku auf- und entladen?

Hierzu steht jedem Kunden ein updatefähiges Servicesoftwareset (Diagnostic Toolbox) zur Verfügung, was Einblicke in die Vergangenheit des Akkus ermöglicht – über serielle 1-Draht-Kommunikation oder über eine galvanisch getrennte USB-Schnittstelle.