Kabelloses Laden Qualcomm wird Partner der Formula E

Mit einem System für kabelloses Laden wird der Chipdesigner Qualcomm die elektromobile FIA-Rennserie »Formula E« unterstützen. Als offizieller Founding Technology Partner soll Qualcomm zudem die Nutzung mobiler Übertragungswege optimieren und den Fan interaktiv ins Renngeschehen einbinden.

Die Formula E ist eine emissionsfreie Rennserie für Elektrofahrzeuge, die 2014 erstmals an den Start geht. Zehn Teams werden sich auf zehn verschiedenen Stadtkursen rund um die Welt messen. Qualcomm steht der Formula E-Holdings ab sofort als mehrjähriger Technologiepartner zur Verfügung und soll die nachhaltige Integration mobiler Technologien fördern. Die Kooperation besteht aus drei Kernpunkten:

Wireless Electric Vehicle Charging

Die Unternehmenstochter Qualcomm Halo hat ein »Wireless Electric Vehicle Charging« (WEVC) genanntes System zum kabellosen Laden der Elektro-Renner entwickelt. Dieses wird anfangs nur in den Safety Cars der Formula E verwendet und weiter erprobt. Ab dem zweiten Jahr könnte es dann auch den Rennteams zugänglich gemacht werden.

Dabei werden in der Boxengasse und am Auto Ladematten installiert, die dann beim Parken der Wagen mit einer gewissen Toleranz übereinander gelagert werden, um den Ladevorgang anzustoßen. Für die Energieübertragung wird magnetische Induktion genutzt. Qualcomm steuert die Technologie bei, die dann von Partnern in Produkte verwandelt und den Rennteams angeboten werden wird. Wie viele Rennställe in Zukunft vom Ladekabel auf das drahtlose System umsteigen, lässt sich heute allerdings noch nicht absehen. Neben der Bequemlichkeit spielen bei diesen Überlegungen auch Design- und Gewichtsfaktoren eine Rolle.

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Qualcomm und die Fomula E

Kooperation des Chipherstellers mit der Formel-E-Rennserie

Neben dem bereits recht weit entwickelten statischen System möchte man später ein dynamisches Ladeverfahren etablieren. Dabei sollen die Rennautos während der Fahrt von in der Fahrbahn verbauten Lademodulen versorgt werden. Das ist zwar noch ferne Zukunftsmusik, könnte aber spannende taktische Möglichkeiten eröffnen. So könnte es neben der »Race Line«, also der Ideallinie, auch eine »Energy Line« geben, die langsamer, dafür aber energieeffizienter ist. Der Rennfahrer müsste dann zwischen den Vor- und Nachteilen abwägen und seinen Fahrstil entsprechend anpassen.

Das langfristige Ziel von Qualcomm ist es natürlich, die Technik für Kabelloses Laden von Elektrofahrzeugen alltagstauglich zu machen und auf die normale Straße zu bringen. So werden die an den Stadtkursen installierten Systeme nach den Rennen nicht etwa abmontiert, sondern bleiben vor Ort und können zum Beispiel für Elektrobusse, Taxis oder auch private KFZ genutzt werden.