Qimondas Solar-Beteiligung in neuen Händen

Mit dem Verkauf des Anteils an dem Joint Venture Itarion trennt sich der insolvente Speicher-Hersteller von seinem Solargeschäft.

Qimonda hatte 51 Prozent an dem Solar-Joint-Venture gehalten. Die restlichen 49 Prozent gehörten dem Modul-Hersteller Centrosolar, der bisher keine eigene Fertigung für Solarzellen hat.

Der Anteil von Qimonda geht nun an ein Konsortium aus sechs portugiesischen Unternehmen sowie der staatlichen Investitionsgesellschaft Inovcapital. Centrosolar weist in diesem Zusammenhang auf die guten Kontakte des Konsortiums in Spanien, Portugal uns sogar in Afrika hin.

Bereits seit der Insolvenz von Qimonda hatte Centrosolar nach einem Ersatzpartner gesucht. Der Bau der Solarzellenfertigung am portugiesischen Qimonda-Standort Vila do Conde hatte sich dadurch verzögert. Ursprünglich sollte die Fertigung in der zweiten Jahreshälfte 2009 beginnen, jetzt soll es im ersten Quartal 2010 losgehen. Auch ein Entwicklungsteam vom portugiesischen Teil Qimondas wird in das neue Joint Venture mit aufgenommen.

Das Joint Venture mit Centrosolar war von Qimonda im Mai 2008 mitgegründet worden, um ein neues Geschäftsfeld zu erschließen.
Derzeit verhandeln Gläubiger und der Insolvenzverwalter über die Zukunft von Qimonda. Da es als fast ausgeschlossen gilt, dass jemand Qimonda noch komplett übernimmt, wird das Unternehmen wohl in Teilen verkauft.