Q-Cells streicht 500 Stellen

Nach einem Umsatzeinbruch von über 36 Prozent im ersten Halbjahr 2009 entlässt Q-Cells 500 Mitarbeiter in seinem Werk in Thalheim und legt dort Produktionslinien still.

Der massive Preisverfall und die sinkende Nachfrage auf dem Solarmarkt geht auch am deutschen Solarkonzern Q-Cells nicht spurlos vorüber. Die letzten Jahre hatte das Unternehmen stetig Rekordumsätze gemacht und stand weltweit an der Spitze der Solarzellenproduktion. Nun rutschte Q-Cells im ersten Halbjahr 2009 erstmals in die roten Zahlen.

Das Unternehmen musste in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 Umsatzeinbußen von 36,8 Prozent hinnehmen und machte einen operativen Verlust von -47,6 Mio. Euro – bei gleichem Produktionsvolumen von etwa 272,2 MWp. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch 119 Mio. Euro Gewinn gemacht.

Auf die schlechten Halbjahresergebnisse reagiert Q-Cells jetzt mit einem Maßnahmenprogramm. Darin beschloss die Unternehmensführung unter anderem die Schließung älterer Produktionslinien am Standort Thalheim in Sachsen, die in ihrer Produktionskapazität mittlerweile 30 Prozent unter dem internationalen Standard stünden. Im Zuge dieser Stilllegung fallen 500 Arbeitsplätze in Thalheim weg.

Der einzige profitable Geschäftsbereich des Solarkonzerns ist gegenwärtig Q-Cells International, eine Tochterfirma, die große Solarparks plant und umsetzt. Das Unternehmen erzielte im ersten Halbjahr 2009 bei einem Umsatz von 128 Mio. Euro einen operativen Gewinn von 8 Mio. Euro. Derzeit baut Q-Cells International unter anderem den mit rund 54 MWp bislang größten deutschen Solarpark im bayrischen Strasskirchen.