Preise für »grüne« Elektronik

Zwei Auszeichnungen für grüne Konsumelektronikprodukte hat die EISA - European Imaging and Sound Association während der Internationalen Funkausstellung in Berlin am 4. September vergeben. Die »Green Panel Awards 2009« gingen an LG und an Samsung.

Für das Mobiltelefon KM900 erhielt LG den EISA-»Green Panel Award«, mit dem auch der Fernsehempfänger UE40B7000 von Samsung prämiert wurde. Das auch als »Arena« bezeichnete Mobiltelefon von LG soll, so die Begründung der Jury, »derzeit das ›grünste‹ komplett ausgestattete Mobiltelefon auf dem Markt« sein.

»Mit seiner umweltfreundlichen Verpackung liegt das Arena gleichauf mit den Besten - hinsichtlich der Verwendung von Material und Bauteilen setzt es Standards, wie auch die Analyse der Firma SIMS Recycling unterstreicht«, so die Jury.

Der Samsung-Fernsehempfänger »setzt sich« - aus Sicht der Jury - »unter den umfangreich ausgestatteten TV-Geräten mit beeindruckenden HD-Bildern an die Spitze und bleibt dabei trotzdem umweltfreundlich.« Als Pluspunkte hebt die EISA-Jury ferner die LED-Hinterleuchtung des Displays und das Erfüllen der künftigen Anforderungen der EuP-Durchführungsmaßnahme für Fernsehgeräte an, sowie das für »das extrem schlanke Display entsprechend weniger Verpackungsmaterial benötigt« wird.

»Grüne« Diplom- und Masterarbeiten statt »grüne« Produkte wird die Fachzeitschrift Elektronik erstmals auf dem Elektronik ecodesign congress am 13. und 14. Oktober in München auszeichnen. Mit dem Elektronik Ecodesign-Preis werden die besten Abschlussarbeiten des vergangenen Jahres zum Thema »grüne« Elektronik geehrt. Die Auszeichnung richtet sich sowohl an die Diplomanden, als auch an die Hochschulen. Mit dem in deutscher Sprache gehaltenen Elektronik ecodesign congress wendet sich die Zeitschrift Elektronik vorallem an Entwickler in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die sich mit den europäischen Umweltgesetzen wie z.B. der EuP aber auch mit der RoHS und WEEE auseinandersetzen müssen.

Der Elektronik ecodesign congress wird am 13. Oktober von zwei Workshops - zur EuP-Richtlinie und zum praktischen Ecodesign - eingeleitet. Der Kongress selbst greift neben der aktuellen Entwicklung bei den Gesetzen auch die Themen Energieeffizienz, Recycling und Dokumentation auf und analysiert das praktische Ökodesign an ausgewählten Beispielen.