Photovoltaik-Produktionsmittel: Umsatzplus von 10 Prozent, aber Auftragseinbruch um 79 Prozent

Laut VDMA steigerten die Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland ihren Umsatz zum Vorjahr um 10 Prozent, während der Auftragseingang mit 79 Prozent einbrach. Die Exportquote liegt bei 83 Prozent.

»Der deutliche Einbruch bei den Aufträgen kam nach dem Zwischenhoch im ersten Quartal nicht unerwartet. Der Umsatz lag zwar unter dem des ersten Quartals, kann sich aber angesichts der Investitionszurückhaltung der letzten Monate und den gemeldeten Auftragsverschiebungen sehen lassen«, bestätigt Dr. Eric Maiser, Leiter des Forum Photovoltaik-Produktionsmittel im VDMA. Die Auftragsreichweite der Meldefirmen liegt mit 8,5 Produktionsmonaten immer noch deutlich über VDMA-Durchschnitt. Die Inlandsaufträge bleiben auf dem Niveau der beiden vorangegangenen Quartale. Jüngste Aussagen der Herstellerseite für neue Investitionen in Deutschland geben neuen Auftrieb.

Die Umsatzerwartungen der Meldefirmen liegen für das dritte Quartal auf dem Niveau des Vorjahresquartals. »Wir könnten damit 2009 im günstigsten Falle die Rekordumsätze von 2008 erreichen. Das ist zwar eine Zäsur im Vergleich zu den Steigerungsraten der letzten vier Jahre, im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld ist es dennoch als Erfolg zu werten«, kommentiert Maiser die Erwartungen.

Die Photovoltaik-Hersteller stehen unter hohem Konkurrenzdruck und kämpfen weltweit um die Spitzenposition. Hauptfaktoren sind dabei höchste Qualität – Kunden fordern mindestens 25 Jahre Lebensdauer für ihre Solaranlagen – und niedrigster Preis. »Wettbewerbsfähig bleiben nur die Hersteller, die diesen Spagat in ihrer Fertigung umsetzen können. Da gibt es noch viel Raum für Investitionen, auch für existierende Photovoltaik-Konzepte. Die deutschen Maschinenbauer sind weltweit Spitze und treiben die Optimierung der Produktionstechnik massiv voran. Unsere Exportquote wird hoch bleiben«, bekräftigt Maiser. Gemeinsames Ziel ist es, Solarstrom wettbewerbsfähig gegenüber konventionellen Energieträgern zu machen.