Versorgungssicherheit Netzwiederaufbau mit erneuerbaren Energien

Schematische Darstellung der Problemstellung eines Inselnetzbetriebs mit Verschiedenen, nicht direkt beeinflussbaren Dezentralen Einspeiser, welche bei der Versorgung der Kritischen Infrastruktur mit versorgt werden.
Schematische Darstellung der Problemstellung eines Inselnetzbetriebs mit Verschiedenen, nicht direkt beeinflussbaren Dezentralen Einspeiser, welche bei der Versorgung der Kritischen Infrastruktur mit versorgt werden.

Lässt sich bei einem Stromausfall die lokale Versorgung allein mit erneuerbaren Energien wiederaufbauen und wie? Das Pilotprojekt »LINDA« hat erste Ergebnisse gebracht.

LINDA steht für Lokale Inselnetzversorgung und beschleunigter Netzwiederaufbau mit dezentralen Erzeugungsanlagen bei großflächigen Stromausfällen. Dass dieses Konzept funktioniert, hatten die Beteiligten bereits vor einem Jahr gezeigt: Das Wasserkraftwerk Feldheim, das Pumpenwerk des Zweckverbands Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WfW) in Genderkingen und eine Biogasanlage in Niederschönenfeld wurden vom Stromnetz abgekoppelt und ein Inselnetz mit den beiden Erzeugungsanlagen und dem Pumpenwerk als Verbraucher aufgebaut.

Im zweiten Feldversuch  wurden der Inselnetzbetrieb auf die Ortsnetzstationen in Niederschönenfeld und damit auf alle privaten Haushalte und die dort angeschlossenen Photovoltaikanlagen ausgeweitet.

Im abschließenden dritten Versuch wurde dann das nächstgelegene Kraftwerk Rain angekoppelt, um nachzuweisen, dass mit LINDA mehrere Kraftwerke und Verbraucher zusammengeschaltet und gemeinsam stabil betrieben werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse jedes Versuchs fließen in die Simulationen ein. Sie dienen der Verbesserung und Validierung der theoretischen Modelle.

Welche Erkenntnisse und Ergebnisse diese Versuche gebracht haben und wie sie sich auf andere Netze übertragen lassen, darüber berichten Experten im Rahmen des Kongresses »Stromausfall – Versorgungssicherheit im Inselnetzbetrieb mit dezentraler Einspeisung«, der vom 7. bis 8. November 2017 im Haus St. Ulrich in Augsburg stattfindet. Das Cluster-Forum richtet sich an Energieversorger, Netzbetreiber, Hersteller von Anlagen zur Energieversorgung, Betreiber stromsensibler Infrastrukturen sowie Experten aus dem Katastrophenschutz. Zu Anmeldung geht es hier.