Photovoltaik Lieferengpass bei Halbleitern bremst Wechselrichter-Hersteller

Einer Studie des britischen Marktforschungsunternehmens IMS Research zufolge, ist der Markt für Wechselrichter in der Photovoltaik im letzten Jahr um 30 Prozent gewachsen. Auch in diesem Jahr bleibt die Nachfrage auf hohem Niveau. Lediglich die Knappheit an elektronischen Bauelementen trübt die positive Lage derzeit.

Insgesamt ist der Markt für Solarwechselrichter im vergangenen Jahr um 30 Prozent gewachsen. Das entspricht einer Leistung von 8 GW. Gerade in der ersten Jahreshälfte sah es nicht so gut aus, doch im dritten Quartal sprang das Geschäft wieder an und verbleibt seitdem auf einem hohen Niveau.

Der weltweit größte Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen ist dabei SMA Solar Technology. Der Mittelständler aus dem hessischen Niestetal hält dabei einen weltweiten Marktanteil von 42 Prozent. Im dritten Quartal 2009 soll sogar fast jeder zweite Wechselrichter von SMA gekommen sein.

Zweitgrößter Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen ist derzeit Fronius aus Österreich. An dritter Stelle folgt Kaco New Energy aus Neckarsulm.

Im vierten Quartal, also noch vor der Kürzung der Einspeisevergütung in Deutschland, wurden weltweit Wechselrichter für 3,5 GW ausgeliefert. Das ist fast die Hälfte der Menge des gesamten Jahres.

Kein Wunder also, dass das größte Problem für die Hersteller derzeit die Komponenten-Knappheit ist. »Komponenten-Knappheit« bedeutet in diesem Fall ausschließlich die Knappheit an elektronischen Bauelementen. So bezeichnet SMA diesen Umstand als »limitierenden Faktor«. Das Unternehmen baut derzeit seine Fertigungskapazitäten auf insgesamt 11 GW aus, kann diese aber aufgrund der Bauteil-Knappheit noch nicht ganz nutzen. Für das zweite Halbjahr erwartet SMA allerdings eine Entspannung der Lage.