Kupfer statt Silizium: weltgrößte CIS-Solaranlage eröffnet

Der deutsche Solarsystem-Anbieter Würth Solergy und der Schweizer Wechselrichter-Hersteller Sputnik haben im spanischen Albacete die weltgrößte Freiflächen-Solarstromanlage mit Modulen aus Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) in Betrieb genommen.

CIS-Module haben verglichen mit Standard-Solarmodulen aus kristallinem Silizium einen günstigeren Temperaturkoeffizienten, das heißt die Modulleistung nimmt bei höheren Betriebstemperaturen weniger stark ab. Die Wechselrichter von Sputnik sind ebenfalls für höhere Temperaturen gerüstet: Bei Umgebungstemperaturen bis zu 40 Grad Celsius speisen sie noch ihre volle Nennleistung ins Netz. Der erste Dauertest der Solar-Umrichter ergab einen Wirkungsgrad von 82 Prozent.

Francisco Belmonte, Geschäftsführer der lokalen Betreibergesellschaft  Fotovoltaica del Peral S.L., rechnet mit einem Jahresertrag der Anlage von 1.607 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt, was selbst für das sonnenverwöhnte Spanien viel ist. Die Anlage, die 200 Kilometer von Madrid entfernt in der Provinz Albacete seinen Standort hat, ist mit 41.600 CIS-Modulen die größte Solarstromanlage der Welt, die CIS-Module zur Stromgewinnung einsetzt. Generalunternehmer des Projekts ist Würth Solergy.