Econamic Grid von SENEC.IES Kostenloser Strom für Energiespeichersysteme

Die Funktionsweise von Economic Grid.
Die Funktionsweise von Econamic Grid.

In der Nacht zum 1. Juni 2015 wurde zum ersten Mal kostenloser Strom in die Batterien des Schwarmspeichersystems Econamic Grid von SENEC.IES geladen. So lässt sich der Energieüberschuss, der im öffentlichen deutschen Stromnetz keine Verwendung findet, von Endverbrauchern wirtschaftlich nutzen.

»Nach zweijähriger Entwicklungsphase hat SENEC.IES damit einen Meilenstein im Energiemarkt erreicht«, sagt Mathias Hammer, Geschäftsführer und Inhaber von SENEC.IES, die zur Deutschen Energieversorgung gehört.

Weil die Abnahme überschüssiger Energie der Abregelung von beispielsweise Wind- und Solaranlagen vorbeugt, wird sie finanziell vergütet. Dies ermöglicht es SENEC.IES die Kosten für Econamic Grid zu decken und erlaubt dem Nutzer des Systems, ungefähr 800 kWh Hausstrom und 2.500 kWh Wärmeenergie pro Jahr unentgeltlich zu verbrauchen. Der Endverbraucher sichert sich damit an bis zu 80 Tagen im Jahr, vornehmlich im Herbst und Winter, einen kostenlosen Strom- und Wärmebezug.

»Vereinfacht dargestellt ist unser neues System ein Zusammenschluss vieler kleiner SENEC-Batteriespeicher zu einem virtuellen Großspeicher«, erklärt Mathias Hammer. Damit ist SENEC.IES nach den Worten Hammers der erste Speicher-Hersteller, der es ermöglicht, Strom gratis bereitzustellen.

Betreiber von Solar- und Kleinwindanlagen oder Blockheizkraftwerken können Economic Grid nutzen, wenn sie SENEC.Home-Stromspeicher ab der zweiten Generation verwenden. Anleger, die in SENEC-Batteriespeicher investieren, profitieren zudem vom Batteriespeicher-Förderprogramm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau).

Für die Teilnahme an Econamic Grid sind derzeit noch einige Hundert Restplätze verfügbar. Es wird jedoch daran gearbeitet, die begrenzte Teilnehmerzahl zu erhöhen. Bisher haben etwa 50 Kunden alle energiewirtschaftlichen Prozesse durchlaufen und sich damit für den Regelbetrieb qualifiziert. Weitere 350 folgen in den nächsten Wochen. »Täglich registrieren wir etwa 10 Neuanmeldungen«, so Hammer.