Solarindustrie Insolvenzverfahren gegen Signet Solar eröffnet

Nachdem der sächsische Dünnschichtmodulhersteller Signet Solar im Juni Insolvenz anmelden musste, ist das Verfahren jetzt eröffnet worden.

Das Amtsgericht Chemnitz hat zum 01. September das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Signet Solar GmbH eröffnet. Insolvenzverwalter bleibt Dr. Christoph Junker, der bereits vorläufiger Insolvenzverwalter des Unternehmens war. Für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter soll sich durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nichts ändern.

Die Zeichen, dass am Ende alles gut ausgeht stehen derzeit nicht so schlecht. So konnte Signet Solar in den letzten Wochen neue Aufträge gewinnen wie zum Beispiel für eine 1-MW-Anlage in der Slowakei. Die Produktion sei bis Ende Oktober ausgelastet, so das Unternehmen.

An potentiellen Investoren mangelt es offensichtlich auch nicht. Nach Angaben von Junker führe man derzeit Gespräche mit über 20 Interessenten. Über die Interessenten und den Fortschritt der Gespräche wurde Stillschweigen vereinbart. Junker geht allerdings davon aus, dass der neue Investor innerhalb der nächsten vier Wochen gefunden ist. Entlassungen unter den 153 Mitarbeitern in Mochau bei Döbeln schloss Junker für die nächste Zeit ebenfalls aus.

Die Signet Solar GmbH ist die deutsche Niederlassung der US-amerikanischen Signet Solar Inc. Das Werk in Mochau wurde 2008 eröffnet und ist auf große Dünnschicht-Solarmodule mit Abmessungen von 2,20 m x 2,60 m spezialisiert.

Im Juni musste das Unternehmen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden.