Infineon übernimmt Digital-Power-Spezialist Primarion

Mit Primarions Know-how will Infineon in das digitale Power-Management-Geschäft einsteigen.

Primarion ist ein US-amerikanisches Fabless-Unternehmen, das ICs für digitales Powermanagement in Computer-, Grafik- und Kommunikationsanwendungen entwickelt. »Durch die Übernahme von Primarion erhalten wir einen schnellen Zugang zum Wachstumspotenzial der digitalen Power-Management-ICs«, kommentiert Peter Bauer, Mitglied des Vorstands und Leiter des Geschäftsbereichs Automotive, Industrial and Multimarket bei Infineon die Übernahme.

Digitales Power-Management ist ein neuer, schnell wachsender Markt für ICs in Stromversorgungen, der zunehmend die konventionellen analogen Lösungen verdrängt. Digital-Power-ICs sind im Vergleich zu den analogen Lösungen in der Lage, die Effizienz und Leistung der Stromversorgung ohne Verzögerung an die jeweiligen Bedingungen anzupassen.

Die Stromversorgung wird dadurch effizienter. Außerdem lassen sich eine höhere Komponentendichte und reduzierte Systemkosten erreichen, da keine sperrigen Kondensatoren mehr erforderlich sind. Zuletzt entfallen zahlreiche passive Komponenten, die zuvor für das »Fein-Tuning« analoger Systeme erforderlich waren, was zusätzlich Energie einspart.

Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens iSuppli vom Dezember 2007 wird für den digitalen Powermanagement-Markt in den Jahren 2007 bis 2011 eine jährliche Wachstumsrate von 50 Prozent erwartet.

Infineon ist nicht der erste unter den großen Halbleiter-Herstellern, die ins digitale Powermanagement einsteigen – TI ist schon seit über drei Jahren mit entsprechenden Produkten auf dem Markt.