Speicher für die Energiewende Fraunhofer IFF testet erfolgreich Großbatterie

Der mobile 1-Megawatt-Speicher »Smart Grid Energy Storage System«, kurz SGESS, am Fraunhofer IFF in Magdeburg
Der mobile 1-Megawatt-Speicher »Smart Grid Energy Storage System«, kurz SGESS, am Fraunhofer IFF in Magdeburg

Am Fraunhofer IFF in Magdeburg haben die Forscher die Leistungsfähigkeit ihre 1-MW-Batterie demonstriert, einem der größten mobilen Großspeicher Deutschlands. Dafür nahmen sie sogar eines ihrer Forschungsgebäude vollständig vom Netz und versorgten es über die Batterie.

Die mobile 1-MW/0,5 MWh-Batterie am Fraunhofer IFF besteht aus 5.000 Lithium-Ionen-Batteriezellen, die in einem Container von der Größe eines Eisenbahnwaggons untergebracht sind. Die Batterie kann das Gebäude der Forschungseinrichtung bis zu fünf Stunden lang mit Strom versorgen. Alternativ könnten mit dem Speicher etwa 100 normale Haushalte vierundzwanzig Stunden lang ohne Stromzufuhr aus dem herkömmlichen Leitungsnetz auskommen.

Als die Forscher das Institutsgebäude, in dem etwa 150 Mitarbeiter arbeiten und in dem Büros und verschiedene Laboratorien untergebracht sind, auf Batteriebetrieb umschalteten, ging der Forschungsbetrieb störungsfrei weiter.

Zu den anwesenden Gästen, die die Demonstration verfolgten, gehörten auch der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, sowie der Vizepräsident des koreanischen Technologieunternehmens und Batterieherstellers SK innovation, Chanyul Lee. SK innovation ist ein Partner des Fraunhofer IFF auf dem Gebiet der Batterieforschung.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff: »Die Forschungsarbeiten am Magdeburger Fraunhofer IFF zeigen, dass wir bei der Entwicklung leistungsfähiger Energiespeicher und ihrer Anwendung auf einem guten Weg sind.« Haseloff hob hervor, dass der Batteriespeicher des IFF mit einer Leistung von 1 Megawatt von der südkoreanischen Firma SK innovation stammt. »Während meiner Südkorea-Reise in der vergangenen Woche haben wir mit Vertretern des Unternehmens Projekte mit noch deutlich höheren Speicherkapazitäten in Halle und Magdeburg vereinbart.« Das Land Sachsen-Anhalt fördert das Forschungsvorhaben des Fraunhofer IFF mit einer Million Euro.