EuP-Richtlinie: Workshop schafft Klarheit

Mit der EuP-Richtlinie sagt die Europäische Gemeinschaft der Energieverschwendung den Kampf an. Die Durchführungsmaßnahmen legen Grenzwerte und Funktionen von elektronischen Geräten fest. Doch für wen und ab wann gelten diese?

Mit der Ökodesign-Richtline für energiebetriebene Produkte (EuP, 2005/32/EG) will die Europäische Gemeinschaft ihre Klimaschutzziele erreichen. Nach und nach erlässt die EU-Komission in Brüssel sogenannte »Durchführungsmaßnahmen«, die Grenzwerte für bestimmte Produktgruppen festlegen, so z.B. minimaler Wirkungsgrad oder maximale Leistungsaufnahme. Aber damit nicht genug: Die EU-Kommission schreibt künftig auch Funktionen wie z.B. die automatische Selbstabschaltung vor. Produkte, die diesen Anforderungen nicht genügen, dürfen – nach einer sehr kurzen Übergangsfrist – nicht mehr in Verkehr gebracht werden.

Was konkret in den im Juristendeutsch verfassten Durchführungsmaßnahmen steht, vermittelt der zweiteillige Workshop »Die EuP-Richtlinie: Herausforderungen und Perspektiven« der Zeitschrift Elektronik am 13. Oktober im Konferenzzentrum München. Der Workshop ist Teil des ersten »Elektronik ecodesign congress«. Referenten sind: Dr. Norbert Reintjes, von Oekopol, Institut für Ökologie und Politik, und Dr. Nils F. Nissen vom Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, IZM. Das IZM hat für die EU-Kommission Vorstudien zu mehreren Durchführungsmaßnahmen verfasst und auch als Partner an weiteren Vorstudien mitgearbeitet.

Der erste Teil des Workshops »EuP-Richtlinie: Informations- und Einflussmöglichkeiten auf dem Weg zu neuen EU-weit verbindlichen Vorgaben für energieverbrauchende Produkte« stellt die Grundzüge der EuP-Richtlinie sowie deren Umsetzung dar. Für welche Produktgruppen bestehen bereits verbindliche Mindestanforderungen? Welche Verordnungen sind in Zukunft zu erwarten? Welche Pflichten haben künftig Hersteller und Importeure? Die Antworten ermöglichen eine Abschätzung der künftig weiter steigenden Anforderungen und zeigt Handlungsoptionen auf.

Im zweiten Teil des Workshops »EuP-Richtlinie: Konkrete Anforderungen der produktspezifischen Verordnungen« geht es ins Detail: Die rechtsverbindlichen Mindestanforderungen der produktgruppenspezifischen Verordnungen werden im Einzelnen erläutert. Je nach Interesse der Teilnehmer werden einige Verordnungen für z.B. Standby- und Schein-Aus, einfache Set-Top-Boxen, Haushalts- und gewerbliche Beleuchtung, externe Netzteile, Fernsehgeräte, Elektromotoren oder Kühlgeräten ausführlich besprochen.

Mehr Informationen zum Workshop und zum Elektronik ecodesign congress