»Olympiade der Leistungselektroniker« Eine Million Dollar für Mini-Wechselrichter

Mit 240 cm³ wurde das maximal zulässige Volumen des Prototypen sogar weit unterschritten. Im Januar 2016 wird der Sieger gekürt.
Mit 240 cm³ wurde das maximal zulässige Volumen des Prototypen sogar weit unterschritten. Im Januar 2016 wird der Sieger gekürt.

Das Fraunhofer IZM hat es bei der Little Box Challenge von Google in die letzte Runde geschafft. Bei diesem Wettbewerb hatte Google dazu aufgerufen, den kleinsten Wechselrichter der Welt zu entwickeln. Als Siegprämie winken eine Million Dollar.

Von mehr als hundert Teilnehmern, die ihre Forschungsergebnisse im Juli bei der »Little Box Challenge« von Google und IEEE eingereicht hatten, sind nur noch achtzehn im Rennen – darunter das Fraunhofer IZM.

Zusammen mit Forschern der ETH Zürich – rund um Professor Johann Kolar – und dem slowenischen Erfinder Franc Zajc hat das Fraunhofer Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, IZM einen Prototypen entwickelt.

Die Anforderungen:
• 2 kW, 240V, 1-phasig, Wirkungsgrad >95%, maximale Oberflächentemperatur 60°C
• Max. Abmessungen: 655cm³, was einem Würfel mit 8,7 cm Kantenlänge entspricht
• Das Gerät muss 100 Stunden Betriebsdauer fehlerfrei überstehen

Mit 240 cm³ wurde das maximal zulässige Volumen sogar weit unterschritten. »Das ist die Olympiade der Leistungselektroniker«, sagt Professor Eckart Hoene, Forscher am Fraunhofer IZM, der die Teilnahme ins Rollen und die internationalen Teams an einen Tisch brachte.

»Wir haben Kühlkörper optimiert, extrem schnelle Halbleiter zum Laufen gebracht, wir haben mit Kondensatoren experimentiert und die besten Drosseln entwickelt. Wir haben wirklich alles gegeben«, so der Forscher.

Im Oktober wird der Prototyp einem Komitee in den USA übergeben, bis dahin wird die vierte Generation entwickelt sein. Im Januar 2016 wird dann der Sieger feststehen.