Die Top 3 des Lithium-Ionen-Geschäfts investieren in den Fertigungs-Ausbau

Produktionsausfälle durch Brände und ein gegenüber dem Vorjahr um 15 bis 25 Prozent gestiegener Bedarf an Lithium-Ionen-Akkus haben der Branche ein massives Lieferproblem beschert. Mit Investitionen von in Summe über 1,5 Mrd. Euro wollen nun Sanyo, Matsushita und Sony ihre Lithium-Akku-Fertigungen ausbauen. Sinkende Rohmaterialpreise bescheren derweil den Nutzern von NiCd- und NiMH-Akkus günstigere Einkaufspreise.

Klotzen, nicht kleckern, nach dieser Devise scheinen derzeit die großen Batterie- und Akku-Hersteller zu handeln, wenn es um die Bekanntgabe der Investitionen für den Ausbau der jeweiligen Fertigungskapazitäten im Bereich Lithium-Ionen-Akkus geht. In Summe den größten Betrag investieren wird in den nächsten Jahren wohl Sanyo: 770 Mio. Euro (125 Mrd. Yen) will das Unternehmen mittelfristig in sein Akku-Geschäft stecken.

Allein 123 Mio. Euro (20 Mrd. Yen) wird Sanyo in den Bau einer neuen Lithium-Ionen-Fabrik in der Präfektur Hyogo im Westen Japans investieren. Bereits im Juli wurde mit dem Bau des Werks in Minamiawaji begonnen. Im Frühjahr 2009 soll es die Produktion aufnehmen. Parallel zu der neuen Fabrik in Minamiawaji wird bereits seit einigen Monaten am Bau eines neuen Werks für Lithium-Ionen-Akkus in Kaizuka, Präfektur Osaka, östlich von Hyogo gearbeitet.

Es ist davon auszugehen, dass der Bau der beiden neuen Fabriken Sanyos monatliche Produktionskapazität für Lithium-Ionen-Akkus von derzeit 70 Mio. Zellen auf dann bis zu 90 Mio. Zellen steigern wird. Ziel dieser Investitionen ist es, Sanyos Rolle als führender Hersteller von Lithium-Ionen-Lösungen für Laptops, Mobiltelefone und tragbare Musicplayer nicht nur zu festigen, sondern noch weiter auszubauen.