Smart Home made in Germany Die smarte Steckdose Parce senkt Energiekosten

Parce, die stromsparende Steckdose
Parce, die stromsparende Steckdose

Die intelligente Steckdose des Münchner Startups Parce überwacht die Energieaufnahme und schaltet bei Bedarf automatisch ab. Wer viele Geräte im Standby betreibt, kann so einige Euro einsparen.

Das Internet der Dinge nimmt immer mehr Fahrt auf. Kurz nachdem sich Google die smarten Thermostate von Nest Labs einverleibt hat, drängt nun auch ein deutsches Produkt auf den Markt. Die »Parce One« getauften Steckdosenaufsätze sollen die Energieaufnahme von Haushaltsgeräten messen und steuern. Sie bemerken, wenn ein angeschlossenes Gerät im Standby-Modus noch Energie aufnimmt und kappen dann die Verbindung zum Netz. Pro Verbraucher sollen sich so zwischen 7 und 25 Euro Stromkosten pro Jahr einsparen lassen. Insgesamt wären das »bis zu 150 Euro im Jahr«, wie der Hersteller angibt.

Smart durch Cloudanbindung

Dank der Internetanbindung sind die Steckdosen selbstlernend und können beispielsweise genau dann Energie sparen, wenn der Besitzer gerade außer Haus ist. Über eine grafische Auswertung des Energieverbrauchs lassen sich die Stromsparphasen online verfeinern. Die Verbindung zum heimischen WLAN erlaubt es außerdem, Parce One per App fernzusteuern. Wie das im Detail funktioniert, zeigt die Bilderstrecke.

Bilder: 5

Parce One: So schalten Sie lästige Verbraucher ab

Mit den smarten Steckdosenaufsätzen von Parce lassen sich Energie und Stromkosten sparen. Die Bilderstrecke zeigt, wie das System funktioniert.

Crowdfunding soll's richten

Die drei Entwickler aus München haben einen ersten funktionsfähigen Prototyp designt und befinden sich aktuell in Gesprächen mit möglichen Produktionspartnern. Um die Serienfertigung zu finanzieren, wollen sie über indiegogo 100.000 Euro auftreiben. Als Unterstützer des Projekts kann man die smarte Steckdose für den Vorverkaufspreis von umgerechnet 50 Euro bestellen.

Kosten-Nutzen-Kalkulation

Wenn energiehungrige Geräte die Stromkosten in die Höhe treiben, obwohl niemand zu Hause ist, schadet das zugleich dem Geldbeutel und der Umwelt. Die Geräte von Parce sind ein cleverer Ansatz, um beidem vorzubeugen. Sicherlich wäre eine integrierte Lösung schöner als zusätzliche Aufsteck-Dosen, aber die Produkte von Parce können sich durchaus sehen lassen. Dennoch muss die Frage erlaubt sein, ob der finanzielle Mehraufwand lohnt. Denn der »normale« Kunde dürfte mit einem Steckdosenaufsatz kaum auskommen, um alle Stromfresser mit Parce zu koppeln. Andererseits steht das Startup auch noch ganz am Anfang, sodass die Preise durch steigende Stückzahlen möglicherweise noch sinken. Und wer weiß: Vielleicht locken die hochpreisigen, wohldesignten, leicht zu bedienenden Produkte abermals einen großen Investor an.