Deutschland ist weltweit führend in der Solartechnik

Deutschland und Europa sind weltweit Spitzenreiter bei der Herstellung und Installation von Solarzellen. Das berichtet eine Studie von iSuppli. Das frühe Engagement der Europäer in der Solartechnik zahle sich jetzt aus, so die Marktforscher.

27,4 Prozent der im Jahr 2008 weltweit hergestellten Solarzellen kamen laut iSuppli aus Europa. Damit liegt Europa knapp vor China mit 25,8 Prozent und deutlich vor Japan mit 16,2 und den USA mit 13,7 Prozent.

»Neben der Produktion ist Europa auch mit Abstand der weltgrößte Absatzmarkt für Solarmodule«, so Dr. Henning Wicht von iSuppli. Über 80 Prozent der im Jahr 2008 neu installierten Photovoltaik-Module wurden demnach in Europa installiert. Deutschland und Spanien sind dabei mit einem gemeinsamen Anteil von 84 Prozent an diesen Modulen absolute Spitzenreiter.

Der Grund für solche rekordverdächtigen Zahlen liegt für Wicht klar auf der Hand: Die Einspeisevergütung, die in Deutschland und Spanien schon seit Anfang bzw. Mitte der Neunzigerjahre existiert, hat als finanzieller Anreiz für den Kauf von Solarmodulen ihr Ziel erreicht. »Die Einspeisevergütung hat in beiden Ländern ihren Zweck erfüllt. Durch den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Photovoltaik-Lieferkette im großen Maßstab ist der Preis von Solarmodulen stetig gesunken«, so Wicht.

Auch der derzeitige Weltmarktführer in der Solarindustrie kommt aus Deutschland: Mit 370 Megawatt-Peak Jahresproduktion war Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt 2008 weltweit Nummer Eins.