Deutronic mit E.ON-Umweltpreis ausgezeichnet

Im Rahmen der Preisverleihung des E.ON-Umweltpreises Bayern 2009 wurde der Stromversorgungsspezialist Deutronic aus Adlkofen für die Neuentwicklung eines Lade- und Diagnoseverfahrens für Bleibatterien im Bereich USV ausgezeichnet.

Aus der Hand des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder, erhielten Unternehmensgründer Eduard Wanzke und der Leiter der Grundlagenentwicklung Dr. Jonny Dambrowski in der Wappenhalle in München einen Scheck über 20.000 Euro.

Mit einer Gesamtsumme von 250.000 Euro ist der E.ON-Umweltpreis Bayern eine der höchst dotierten Umweltauszeichnungen Deutschlands. In diesem Jahr waren dafür rund 150 Bewerbungen eingegangen.

Das von Dr. Dambrowski entwickelte Batteriemanagementverfahren für Bleibatterien in USV-Anlagen berücksichtigt speziell die Lade- und Diagnosetechnik. Das patentierte Batteriemanagementsystem soll für alle gängigen Bleibatterietechnologien optimiert werden und skalierbar sein und damit sowohl für kleine wie auch für große Systeme verwendbar sein.

Geräte zur unterbrechungsfreien Stromversorgung arbeiten auch heute noch mit Bleiakkumulatoren. Anwendungsbedingt müssen diese permanent voll geladen sein, um im Bedarfsfall entsprechende Energiemengen verfügbar zu haben. Beim konventionellen Ladeverfahren wird die Batterie ständig überladen. Das hat zur Folge, dass etwa 80 Prozent der Ladeenergie in Verluste umgesetzt werden, die einerseits die Lebensdauer der Batterie herabsetzen und andererseits dem Betreiber der USV-Anlage unnötige Energiekosten verursacht.

Mit dem neu entwickelten Ladeverfahren von Deutronic wurden die Überladeverluste auf etwa 20 Prozent reduziert und insgesamt der Energieverbrauch für die Ladeerhaltung um den Faktor 10 gegenüber dem Standardverfahren gesenkt. Desweiteren adaptiert das Ladeverfahren die Ladeparameter je nach Temperatur und Batteriealter selbst. Dadurch wird insbesondere eine bessere Volladung über einen weiten Temperaturbereich erreicht.

Es ist von zentraler Bedeutung für den Anlagenbetreiber, dass graduelle Performanceminderungen der Batterie vom Batteriemanagementsystem der USV möglichst frühzeitig erkannt und angezeigt werden, um damit eine möglichst rasche vollständige Systemzuverlässigkeit wiederherzustellen.

Daher wurde ein Verfahren zur Analyse der Batteriealterung entwickelt, welches ebenso über einen weiten Temperaturbereich arbeitet. Anstatt, wie in einigen Marktsegmenten üblich, die Batterien nach zwei bis vier Jahren einfach auszutauschen, kann der Anwender durch eine entsprechende Anzeige den Alterungszustand der Batterie im Laufe des Betriebs mit verfolgen und den Batterietausch vornehmen, wenn es notwendig ist.

Während sich Unternehmer Wanzke darüber freute, dass der Innovationsgeist eines mittelständischen Unternehmens mit dem E.ON-Umweltpreis Bayern ausgezeichnet wird und das als riesigen Erfolg für sein Unternehmen wertet, freute sich Dr. Dambrowski darüber, dass der Gewinner-Scheck über 20.000 Euro in die geplanten Zusatzinvestitionen für das Entwicklungslabor in Adlkofen fließt.