Brennstoffzelle im Fotoapparat

Nach den ersten Brennstoffzellen-Prototypen für Handys und Smartphones erobert die Brennstoffzelle zumindest als Prototyp auch andere Bereiche der portablen Elektronik.

Das US-amerikanische Unternehmen MIT MicroFuel Cells hat auf auf der International Hydrogen and Fuel Cell Expo in Tokio eine Brennstoffzelle für Digitalkameras vorgestellt.

Der von MTI MicroFuel Cells entwickelte Prototyp »Mobion« ist für digitale Spiegelreflex-Kameras konzipiert und wird wie ein Akku an die Kamera gesteckt. Die Brennstoffzelle kann unterwegs direkt mit Methanol aufgetankt werden. Dadurch erhält der Anwender eine Energiequelle, die unabhängig von Steckdosen und Ladekabeln unterwegs immer wieder neu »aufgeladen« werden kann. 

Und auch in Sachen Energiedichte schneidet die Brennstoffzelle besser als der konventionelle Akku ab: Zweimal mehr Energie soll der Prototyp in der Lage sein, zu speichern.

Mit ihrer Neuentwicklung will MTI einen neuen Brennstoffzellenmarkt für sich gewinnen: »Mit Digitalkameras wird momentan weltweit im Li-Ionen-Akku-Markt nach den Mobiltelefonen am meisten Umsatz erwirtschaftet,« so Peng Lim, CEO von MTI. »Mit unserer Neuentwicklung könnten die Digitalkamera-Hersteller endlich die Beschränkungen der Li-Ionen-Akkus hinter sich lassen und neue innovative Produkte entwickeln.«