BMZ setzt auf umweltfreundliche Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen

Das BMZ Batterien-Montage-Zentrum will nach Abschluss umfangreicher eigener Leistungs- und Sicherheitstest für die Entwicklung und Konfektionierung seiner Hochleistungsakkus ab sofort verstärkt auch Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen einsetzen.

Die neuartigen Zellen, die Lithium-Eisen-Phosphat als Kathode nutzen, haben eine Lebensdauer von über 2000 Ladezyklen. Besonders für Hochstromanwendungen prädestiniert, ermöglicht diese Akkuchemie zudem eine Schnellladung innerhalb von 30 Minuten. Ein weiteres signifikantes Merkmal ist der Arbeitstemperaturbereich von -20 °C bis +60 °C.

Erste LiFePO4-Zellen in der Bauform 18650 mit 1,2 Ah bei 3,2 V sind bereits als Serienprodukt verfügbar, weitere Modelle mit bis zu 250-Ah-Blöcken befinden sich in der Entwicklung.

LiFePO4-Zellen kommen im Gegensatz zu den heute im Hochleistungsbereich noch vorwiegend eingesetzten Blei- oder Nickel-Cadmium-Zellen ohne giftige Schwermetalle aus und sind dadurch besonders umweltfreundlich. Außerdem sind die neuen Zellen explosionssicher, bei Aufprall, Überladung oder Kurzschluss besteht keinerlei Entzündungsgefahr.

Durch ihre Leistungs- und Sicherheitsmerkmale sind auf LiFePO4 basierende Hochleistungsakkus in Applikationen wie Laptops, Starterbatterien, Elektrofahrzeuge, medizinischen Geräte, Solar-/Windkraftanlagen, unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Notleuchten, usw. einsetzbar.