»Bayern hat das Potenzial, das Elektromobilitätsland Nummer 1 zu werden«

Mit der Übergabe von 15 Mini E an Testnutzer starten BMW und E.ON-Strom das Zeitalter der Elektromobilität in München. Bis 2020 sollen 20 Prozent aller bundesweit zugelassenen Elektrofahrzeuge in Bayern fahren.

Mit der Übergabe von 15 Elektrofahrzeugen des Typs Mini E und der offiziellen Inbetriebnahme einer Doppel-Stromtankstelle im Innenhof des Deutschen Museums fiel Ende letzter Woche der Startschuss für das Pilotprojekt Elektromobilität in München. BMW und E.ON wollen dabei gemeinsam die Weiterentwicklung der Elektromobilität vorantreiben. Wie Dr. Klaus Draeger, Mitglied des BMW-Vorstands, erläuterte, »stellt BMW in München für den Feldversuch mit E.ON 15 Mini E zur Verfügung. Weltweit werden in den kommenden Monaten mehr als 600 Kunden Erfahrungen mit dem Mini E im ganz normalen Alltag sammeln können.«

»Elektromobilität wird nicht nur den Straßenverkehr revolutionieren«, versichert Klaus-Dieter Maubach, Vorstandsvorsitzender der E.ON Energie, »sondern auch die Energiewirtschaft.« E.ON bringt sich mit der Aufstellung von insgesamt 15 Stromtankstellen in München in den Feldversuch ein und beliefert die Ladestationen vorrangig mit aus Wasserstoff gewonnenem Strom.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, bezeichnete zum Start des gemeinsamen Projekts »Elektromobilität in München« von BMW und E.ON die Elektromobilität als eines der ganz großen Zukunftsthemen für Wirtschaft und Gesellschaft: »Heute schlagen wir in München ein neues Kapitel bei der umweltverträglichen Mobilität auf. Der Freistaat hat das Potenzial, zum Elektromobilitätsland Nummer 1 und Vorbild für andere zu werden.« Moderner Umwelt- und Klimaschutz, so Seehofer, braucht moderne Technologien und keine Technikfeindlichkeit. Die Entwicklung ökologischer Technologien und der Ausbau entsprechender Infrastruktur schaffen außerdem hochqualifizierte Arbeitsplätze für die Zukunft.

»Bayern setzt auf Elektromobilität«, betont Seehofer, »deshalb ist es wichtig, dass Politik, Industrie und Forschung hier an einem Strang ziehen.« Was für München gelte, müsse in Zukunft aber auch in Berlin und Brüssel vorangetrieben werden, so Seehofer, »da muss man dann auch mal auf den Tisch hauen und anschieben!«

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, hob hervor, dass der in München anlaufende Flottenversuch den Willen und die Bereitschaft der Industrie zeige, langfristig den Weg für den Einsatz alternativer Antriebstechnologien im Automobilbau zu ebenen. Marktchancen für Elektrofahrzeuge sieht er vor allem im Kurzstreckenbereich in Städten und Metropolregionen. Zeil: »Die Staatsregierung hat in Ergänzung zu den umfangreichen Förderaktivitäten des Bundes ein eigenes bayerisches Förderprogramm Elektromobilität auf den Weg gebracht.« 

Bayerns Umweltminister Dr. Markus Söder machte deutlich, welche Visionen die Politik mit dem Flottenversuch verbindet: »Wir möchten, dass 20 Prozent der bis 2020 in Deutschland zugelassenen Elektrofahrzeuge in Bayern fahren, um das zu ermöglichen, ist flächendeckendes Netzwerk von Ladestationen nötig.«

Wer derzeit E.ON-Strom sein Elektrofahrzeug »betankt«, so Maulbach, »der wird mit 3 bis 5 Euro 100 km weit kommen.« Ein »EMobilitätsprodukt«, so Maulbach gibt es derzeit noch nicht, die Analyse des Nutzungsverhaltens im Feldversuch, wird es uns erlauben, daraus Preismodelle abzuleiten, die Elektromobilität für alle interessant und erschwinglich machen. Maulbach betonte darüber hinaus, »Elektrofahrzeuge werden die Entwicklung intelligenter Netze beflügeln.«